Das sechste Rennen im Volkswagen Polo Cup konnte der Tabellenführer Shane Williams vor Alexander Rambow gewinnen und damit seinen Vorsprung in der Gesamtwertung minimal ausbauen. Thor Qualmann, der auf dem 2,3 Kilometer langen Norisring von der Pole-Position startete, musste sich am Ende mit dem dritten Platz begnügen, konnte aber ebenso das Podium erklimmen wie Max Sandritter, der bester Rookie wurde.

Williams legte den Grundstein zum Erfolg am Start, als er sich von der dritten Position auf der Außenbahn in Führung setzte. "Direkt nach dem Start wusste ich, dass ich es genauso mache wie im letzten Jahr", gab der Sieger nach dem Rennen im Gespräch mit motorsport-magazin.com zu. Schon nach der ersten Runde hatte der Südafrikaner einen kleinen Vorsprung vor einer Verfolgergruppe und kontrollierte das Rennen. "Leicht war es trotzdem nicht. Im Auto wurde es sehr heiß und ich konnte mir keinen Fehler erlauben. Dann hätten sie mich nämlich eingeholt."

Die Verfolgergruppe bestand neben Rambow und Qualmann auch aus Sandritter und Andreas Simonsen. Lange Zeit ging es fair zu und alle hielten sich an die Gesetze des Motorsports, bis Simonsen in der 16. Runde einen Angriff auf Rambow startete. "Als ich neben ihm war, ist er noch weiter herüber gezogen - dann haben wir uns berührt", so der Schwede. Er verpasste daraufhin nicht nur die Grundig-Kehre, sondern musste seinen Boliden auch in der Boxengasse und einem Schaden an der Aufhängung abstellen.

Rambow spürte zwar eine leichte Berührung und war sich aber keiner Schuld bewusst - ein normaler Rennunfall eben. Viel wichtiger war es für den Zweiten der Gesamtwertung, hinter Williams über die Linie zu fahren. "So kann ich in der Meisterschaft weiter vorne mitfahren. Mein Ziel ist der Sieg am Ende des Jahres, ich will den Titel holen. Daher ist es immer wichtig für mich, vor Shane oder direkt hinter ihm zu landen."

Nach einem Duell mit Max Sandritter beendete der Däne Thor Qualmann knapp vor dem besten Rookie auf dem dritten Platz. "Leider hat mein Start nicht so gut geklappt", berichtete er, "dann hing ich die ganze Zeit hinter Rambow und konnte vom Ausfall von Simsonsen profitieren. Wir hatten viele harte Duelle, aber es ging fair zu. Das war toller Sport."