Debüt-Erfolg für Thor Qualmann: Der Däne feierte beim vierten Rennen zum Volkswagen Polo Cup auf dem EuroSpeedway einen souveränen Start-Ziel-Sieg vor Shane Williams aus Südafrika und dem Schweden Andreas Simonsen. Volkswagen Azubi Heiko Gerth aus Niedernwöhren erkämpfte nach rundenlangem Duell mit Niclas Olsson Rang vier und erzielte damit sein bislang bestes Rennergebnis. Maximilian Sandritter aus Raubling bei Rosenheim gewann auf abtrocknender Strecke als Achter die "Rookie"-Wertung für Neueinsteiger.

Den Grundstein zum Erfolg legte Qualmann im ersten Teil des Zeittrainings, als er in 1.42,172 Minuten die schnellste Runde drehte und Williams um hauchdünne sechs Hundertstelsekunden auf Rang zwei in der Startaufstellung für das Samstagrennen verwies. Der 18 Jahre alte Qualmann zeigte sich überglücklich: "Den EuroSpeedway kannte ich bislang nur aus Computer-Spielen, aber es lief heute auch im Renn-Polo perfekt. Mittlerweile habe ich den Bogen raus, wie ich den richtigen Reifen-Luftdruck wähle."    

In der ersten Runde konnte sich Qualmann absetzen - Foto: Volkswagen
In der ersten Runde konnte sich Qualmann absetzenFoto: Volkswagen

Thor Qualmann - der vierte Sieger im vierten Saisonrennen – strahlte auch nach dem Rennen über das ganze Gesicht: "Es war ein großartiges Gefühl, vor der riesigen Haupttribüne ganz oben auf dem Siegerpodium zu stehen", freute sich der 18-Jährige. "Mein Start war perfekt und hinter mir tobten sofort Zweikämpfe, sodass ich mich ein wenig absetzen konnte. Danach habe ich mich voll konzentriert, um das Rennen fehlerfrei zu Ende zu fahren." Shane Williams wartete vergeblich auf einen Patzer: "Ich bin Vollgas gefahren, aber ich konnte Thor nicht mehr abfangen. Mit Platz zwei bin ich dennoch absolut zufrieden, ich habe wichtige Punkte gesammelt", gab der 21 Jahre alte Tabellenführer zu Protokoll. Andreas Simonsen gelang das Kunststück, im vierten Rennen zum vierten Mal auf dem Siegerpodium zu stehen und damit Rang zwei in der Gesamtwertung zu übernehmen. "Am Anfang war es im Feuchten sehr rutschig, aber ich war überrascht, wie konstant die Regenreifen auf trockener Strecke waren. Platz drei ist in Ordnung und in der Meisterschaft bin ich weiter ganz vorne dabei."   

Den längsten Zweikampf des Rennens lieferten sich Heiko Gerth und Niclas Olsson, die über sechs Runden fast von Kurve zu Kurve die Plätze tauschten. "Das war mein härtestes Polo-Cup-Rennen, aber ich hatte auch noch nie so tolle Überholmanöver", sagte der 21 Jahre alte Gerth erschöpft, aber glücklich. "Es ist ein super Gefühl, im Polo-Cup so weit vorne zu fahren." In die Nachwuchs-Rennserie eingestiegen war Gerth im vergangenen Jahr über den Wettbewerb "ProTalent", den Volkswagen Coaching und Volkswagen Motorsport für die Auszubildenden des Automobilherstellers ausrichten.   

Packende Zweikämpfe auch im Lager der Neueinsteiger: Maximilian Sandritter setzte sich knapp gegen Ignacio Espinosa aus Peru durch. "Nach einer Berührung stand mein Lenkrad schief, aber es hat noch gereicht", so Sandritter, Zweiter in der "Rookie"-Tabelle.  

Am Sonntag wird Williams von der Pole-Position starten, denn er konterte zweiten Quali-Durchgang und sicherte sich mit der absoluten Bestzeit von 1.41,867 Minuten vor Qualmann und Sebastian Voges den ersten Startplatz. Der Südafrikaner hatte sich für die beiden Zeittrainings eine außergewöhnliche Strategie zu Recht gelegt, die voll aufging: "Die meisten Fahrer haben im ersten Durchgang neue Reifen benutzt, die ich mir für Teil zwei aufgehoben habe - Dadurch reichten mir vier Runden zur Bestzeit", erläuterte der 21-Jährige aus Kapstadt.