Für die Teilnehmer im ADAC Volkswagen Polo Cup geht es bei den Saisonrennen vier und fünf auf dem EuroSpeedway Lausitz schon um die Wurst. Nach den beiden Rennen auf dem Rundkurs im Oval schickt Volkswagen zwei Junioren im Rahmen des Austauschprogramms in die weite Welt. Auf den Führenden in der Gesamtwertung wartet ein Trip in die USA und der Start im Jetta-TDI-Cup, während der beste Rookie im August nach Japan reisen darf, um dort im Golf-GTI-Cup zu starten.

Mit 94 Punkten und dem ersten Sieg im Gepäck kommt Shane Williams als Spitzenreiter in die Lausitz. Der Südafrikaner konnte beim letzten Lauf in Oschersleben seinen ersten Triumph im Polo Cup feiern und ist dementsprechend motiviert. Allerdings sollte Williams es etwas ruhiger angehen lassen als in der letzten Saison: vor gut einem Jahr überschlug sich der Südafrikaner nach einem Kontakt mit einem Reifenstapel. Seine härtesten Konkurrenten im Kampf um das Flugticket sind Alexander Rambow und Andreas Simsonsen, die jeweils nur sechs Punkte zurück liegen.

Für Rambow ist es übrigens ein echtes Heimspiel - der Deutsche wohnt nur einen Katzensprung von der modernen Rennstrecke entfernt. Zu Rambows brandenburgischen Fans zählen auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a der Havelland-Grundschule Zehdenicks, die er kürzlich besuchte und denen er von seinem Rennfahrer-Leben berichtete. "Die Mädchen und Jungs waren absolut begeistert und haben mich mit Fragen regelrecht gelöchert. Ich hoffe, sie drücken mir kräftig die Daumen und bringen mir Glück", sagt der 19 Jahre alte Kfz-Mechatroniker. "Für den EuroSpeedway habe ich mir viel vorgenommen, denn bislang hatte ich dort meist Pech. Das möchte ich abschütteln und die Tabellenspitze zurück erobern."

2007 ging es auf dem EuroSpeedway sogar so heiß her, dass am Ende des Wochenendes die Ersatzteile ausgingen. Bei den Rookies wird es in diesem Jahr mit Sicherheit ebenfalls zur Sache gehen, denn auch bei ihnen ist die Entscheidung um die Halbzeit-Meisterschaft noch nicht gefallen. Nach guten Leistungen in Oschersleben konnte sich Jan Schriek von seinen Verfolgern absetzen, doch der 36 Punkte große Vorsprung ist kein sicheres Polster: für einen Sieg kann man 60 Zähler kassieren.