Die beiden zusammenhängenden Qualifyings des Volkswagen Polo Cups begannen gleich mit einem großen Knall. Schon nach wenigen Sekunden stand der schwarze Wagen von Vivien Volk nach einem harten Einschlag in die Reifenstapel im Abseits. Die 17-Jährige aus Speyer konnte nur noch wütend aus ihrem stark beschädigtem Polo steigen und die Tür enttäuscht zuschlagen. Kurz vor dem Ende der ersten 20 Minuten erwischte es Michael Schöch. Der Österreicher kam ebenfalls vom rechten Weg ab und knallte in die Reifenbarriere.

An der Spitze setzte sich derweil Sebastian Voges um fast zwei Zehntelsekunden vom Feld ab und sicherte sich mit 1:47.309 Minuten seine zweite Pole der laufenden Saison. Hinter ihm reihten sich mit Niclas Olsson, Alexander Rambow und Andreas Simsonsen die drei Podestbesucher von Hockenheim in gleicher Reihenfolge ein. Rookie-Champion Stefan Kolb konnte sich mit Ablauf der Zeit noch auf Position sechs verbessern, während Shane Williams in der Schlussphase bis auf Rang zehn zurück gereicht wurde.

Im zweiten Teil der Qualifikation, in der die Startaufstellung für das zweite Rennen am Sonntag bestimmt werden sollte, blieben alle Polos unbeschädigt. Zwischenfälle gab es dank der Dreher von Kennie Frydkjaer Jensen und Maximilian Karsten, sowie einem wilden Drift von Elia Erhart aber zu genüge.

In der allerletzten Sekunde schlug Voges erneut zu. Der Beckumer verbesserte seine Zeit in der letzten Runde auf 1:47.368 Minuten und verdrängte damit Olsson mit einer halben Zehntel auf den zweiten Platz. In Startreihe zwei werden sich am Sonntag Alexander Rambow und Heiko Gerth einreihen.

Mit welchen Mitteln im Polo Cup gearbeitet wird, zeigte sich schon im freien Training am Freitag. Sebastian Voges fuhr in allen drei Sektoren absolute Bestzeit, wollte seine Daten als einer der schnellsten Drei aber nicht mit der Konkurrenz teilen und ging so in jeweils einer Runde vom Gas, um im Endresultat auf Rang auf Rang 20 und nicht als Erster gewertet zu werden.