1. Jonathan Rea (Kawasaki): "Zu Sieger war heute unser klares Ziel, genauso wie ein Doppelsieg. Das haben wir ja jetzt fast geschafft. Es war aber um ehrlich zu sein ein wenig überraschend wie viele Probleme wir am Ende des Rennens zu kämpfen hatten. Gestern war unsere Pace nämlich sehr stark am Ende des Longruns, ich bin tiefe 1:36er-Zeiten gefahren. Ich weiß nicht, wie sehr die Asphalttemperatur angestiegen ist und wie uns das beeinflusst hat, aber es wirkt, als wäre stark gewesen. Wir müssen uns heute Abend hinsetzen und es verstehen, damit wir uns verbessern. Tom war in einigen Sektoren stark, ich in anderen, aber unsere Rundenzeiten waren ziemlich ähnlich. Ich freue mich sehr, wieder gewonnen zu haben."

2. Tom Sykes (Kawasaki): "Fast gewonnen, aber am Ende nicht ganz. Im Großen und Ganzen bin ich mit unseren Leistungen und Kontinuität zufrieden, aber ich bin ein bisschen enttäuscht, weil ich nicht gewonnen habe. Das ist schade, denn meine Mechaniker haben hart gearbeitet. Wir haben gestern etwas Zeit verloren, aber heute haben wir das aufgeholt. Ich wusste in den letzten zwei Runden, dass ich nicht da sein konnte, wo ich hätte sein müssen. Wir sind aber nur ein Zehntel vom Sieg entfernt und müssen uns auf das Positive konzentrieren."

3. Michael van der Mark (Honda): "Das war das Resultat, dass wir gebraucht haben. Ich freue mich so, wieder auf dem Podium zu stehen. Wir waren das ganze Wochenende über immer schnell, aber es reicht eben noch nicht ganz. Gestern Nachmittag war ich endlich glücklich mit meinem Setup. Die Superpole 2-Session lief nicht wie geplant, aber im Rennen hatte ich nach dem Crash in Kurve zwei wirklich Glück. Ich habe auf Sicherheit gesetzt, während die Jungs vor mir gestürzt sind. Dann konnte ich ein paar Plätze gut machen. Davides und Nickys Stürze waren eine Warnung für mich, denn mein Gefühl mit der Front war nicht die Beste. Jonathan und Tom waren dann weg und ich habe versucht, ruhig zu bleiben. Am Ende kam dann Chaz dicht an mich heran, aber meine Pace war gut und ich konnte noch ein paar vernünftige Runden fahren."

4. Chaz Davies (Ducati): "Wir hatten einen schweren Start, weil wir von der Strecke abgekommen sind. Diese Dinge passieren aber während eines Rennens, vor allem nach einer schweren Superpole. Leider hat der Hinterreifen mit den Qualifiern stark gepusht. Das hat das Verhalten des Bikes beeinflusst. Trotzdem bin ich mit meiner Pace im Rennen sehr zufrieden. Das Feld aufzurollen hat auf jeden Fall Spaß gemacht, auch wenn es schade ist, weil ich dadurch das Podium verloren habe. Morgen ist ein neuer Tag und mit einem guten Start versuchen wir es nochmal."

5. Jordi Torres (Althea): "Heute Morgen lief es im Training gut, das hat unsere gute Pace gezeigt. In der Superpole hatten wir ein kleines Problem, dass mich leider viel Zeit gekostet hat. Im Rennen war ich in der Mitte des Unfalls, bin aber um das Chaos herumgekommen. Danach habe ich gut aufholen können und habe mich auf meine Pace konzentriert. Ich bin ein bisschen enttäuscht, denn noch ist sie nicht so, wie ich es gewollt oder verdient hätte. Aber die Daten, die wir heute gesammelt haben, helfen uns morgen. Das Bike arbeitet gut, wir haben nur noch Kleinigkeiten, an denen wir arbeiten müssen."

6. Markus Reiterberger (Althea): "In der Superpole-Session sind wir auf das Setup von gestern zurückgegangen und das Gefühl war gut. Auf dem Rennreifen war ich Fünfter, aber mit den Qualifiern hatte ich einen kleinen Sturz. Ich hatte die Zeit, noch eine Runde zu fahren, aber mein Gefühl für die Front war nicht gut. Im Rennen war ich im Verkehr gefangen, nachdem ein paar Fahrer früh gestürzt sind. Dort habe ich viel Zeit verloren. Danach konnte ich ein paar gute Runden fahren, aber ich weiß, dass wir noch schneller sein könnten. Sechster ist gut, wenn man bedenkt, was passiert ist, aber wir sollten besser sein."

Markus Reiterberger wurde Sechster - Foto: Althea BMW
Markus Reiterberger wurde SechsterFoto: Althea BMW

12. Alex De Angelis (Ioda): "Das ist sicher keine Position, die mir gefällt. Aber wenn wir uns ansehen, dass wir im Qualifying ein Technikproblem hatten und jetzt in den Punkten sind, ändert den Blickwinkel. Morgen arbeiten wir auf dasselbe oder sogar etwas Besseres hin, auch wenn ich mit der Rennpace nicht zufrieden bin. Wir müssen eine Lösung finden, um schneller zu werden."

13. Alex Lowes (Yamaha): "Ich bin ziemlich frustriert, weil ich einen starken Platz im Rennen verloren habe. Das Hauptproblem war meine körperliche Kondition, weil ich seit dem Samstag in Sepang kein ganzes Rennen mehr gefahren bin. Ich konnte nach der Schulter-Operation nur ein paar Runden in Donington fahren. Ich bin hierhergekommen, um richtig zu fahren, aber realistisch gesehen, hätte ich nur zehn bis zwölf Runden fahren können. Misano ist ein körperlich anspruchsvoller Kurs und es war auch ein komisches Rennen. Ich habe van der Mark vorn gesehen und wollte pushen, um aufs Podium zu fahren. Aber meine Kondition hat mich in einen Fehler getrieben, der mich von der Strecke abgebracht hat. Ich hatte Glück, dass ich weiterfahren konnte und nicht gecrasht bin, aber meinen Rhythmus habe ich verloren."

14. Davide Giugliano (Ducati): "Es tut mir für mich und mein Team leid, denn wir sind toll gestartet und hätten ein gutes Resultat einfahren können. Der Crash hat das Bike nicht beschädigt, vom Visier abgesehen. Es war wichtig, dass ich wieder einsteige und das Rennen beende, damit ich so viele Punkte wie möglich sammle. Am Anfang hatte ich Probleme, meinen Rhythmus zu finden, aber später konnte ich ein paar Überholmanöver starten und war fast so schnell wie die Top-Fahrer. Gut ist, dass wir konkurrenzfähig waren und ich bin zuversichtlich, dass wir morgen zurückschlagen können."

DNF Nicky Hayden (Honda): "Ich hatte einen guten Start und habe zu den Kawasakis aufgeschlossen, als Giugliano die Front verloren hat. Ich muss ein bisschen warten, bis ich das Gas öffnen konnte. In der letzten Kurve bin ich auf ein paar Bodenwellen gekommen, weil ich einfach anderthalb km/h schneller war als auf der Runde davor. Ich bin schneller durch die Kurve gefahren als gestern, aber dieses Mal habe ich zu hart gepusht, um bei Rea und Sykes zu bleiben. Es war ein Fahrfehler, aber das ist schade, denn wir hatten die Pace für ein Podium. Das passiert manchmal, aber ich bin froh, dass es morgen noch ein Rennen gibt."

DNF Lorenzo Savadori (Ioda): "Mein Rennen war zu schnell vorbei, in der zweiten Kurve. Meiner Ansicht nach hat Fores ein unmögliches Überholmanöver gebracht. Beweis genug ist, dass er gerade gehen musste, als er mich getroffen hat, während Davies und Camier weit gehen mussten. Leider ist es jetzt aber so, zum Glück habe ich mir nichts dabei getan. Es ist schade, denn wir hätten ein gutes Rennen fahren können."