Bei seiner ersten Trainings-Session als Weltmeister musste sich Jonathan Rea wie schon in Jerez von Teamkollege Tom Sykes übertrumpfen lassen. Der Brite legte bereits am Vormittag eine beeindruckende Performance an den Tag, an die kein Fahrer herankommen konnte. Während der Session fiel Rea weiter in der Top Ten zurück, holte aber nur Minuten vor Schluss mit einer 1:38.772 auf Sykes auf. Dessen Bestzeit von 1:38.755 konnte er zwar nicht toppen, aber Leon Haslam und Chaz Davies ließ er damit hinter sich.

Alex Phillis und David Salom konnten sich nicht qualifizieren, während Lokalmatador Christophe Ponsson nicht mal eine Rundenzeit setzen konnte. Probleme in der Garage des Pedercini-Teams hinderten den 19-Jährigen daran, auf die Strecke zu gehen. Der deutsche Wildcard-Pilot Markus Reiterberger wurde im ersten Training 13.

Chancen auf den Vize-Titel: Chaz Davies fiel am Ende der Vormittags-Session auf den vierten Platz zurück - Foto: Ducati
Chancen auf den Vize-Titel: Chaz Davies fiel am Ende der Vormittags-Session auf den vierten Platz zurückFoto: Ducati

Rot wird gefährlich

Die Vorherrschaft des Kawasaki-Werksteams scheint nach wie vor ungebrochen. Nach dem Weltmeistertitel in der Fahrer- und Hersteller-Wertung ist nun der Rang des Vize-Meisters im Fokus der Grünen. Schmale 22 Punkte trennen Sykes vom vor ihm liegenden Chaz Davies auf der Ducati. Mit vier offenen Rennen kein unüberwindbares Hindernis, wie der Titelkampf in der MotoGP zwischen Valentino Rossi und Jorge Lorenzo zeigt. Nachdem die Zeiten am Nachmittag eher zu Gunsten von Davies ausfielen, wird der Kampf zwischen den beiden am Sonntag umso knapper.

Am Nachmittag setzte Haslam nach knappen zehn Minuten auf der Strecke die erste Bestzeit, die über die von Sykes am Vormittag hinausging. Mit 1:38.518 setzt sich der Aprilia-Fahrer an die Spitze. Auch Davies ging an Sykes vorbei, Rea konterte nur Augenblicke später. Nach einem Viertel der Trainingszeit war der Weltmeister wieder ganz oben in der Zeitenliste. Verfolger Haslam fehlte es 0.056 Sekunden, um zu Rea aufzuschließen. Weltmeister Rea konterte jedoch zeitig und setzte sich mit der einzigen Runde in den 1:37er Zeiten an die Spitze. Dahinter wechselte die Spitzengruppe häufig die Positionen, am Ende folgten Davies und Sykes auf Rea.

Markus Reiterberger beendete den Freitag auf dem 13. Platz - Foto: WSBK
Markus Reiterberger beendete den Freitag auf dem 13. PlatzFoto: WSBK

David Salom waren im Gegensatz zu Phillis am Nachmittag in der Lage, sich zu qualifizieren und auch Ponssons Schwierigkeiten in der Box waren behoben. Der Franzose blieb jedoch trotzdem nur auf dem 21. Rang, während IDM-Pilot Reiterberger wie am Morgen auf dem 13. Platz blieb.

Das 1. Freie Training

Wie in Jerez setzte sich Sykes gleich zu Beginn der Session souverän an die Spitze, um diese Position zu halten. Rea kämpfte zu Sessionbeginn mit Problemen, fiel auf die hinteren Plätze der Top Ten zurück. Wenige Minuten vor Schluss fand der Weltmeister dann doch noch eine Antwort auf die Zeiten seiner Konkurrenten Haslam und Davies und verdrängte die beiden Briten auf den dritten und vierten Platz. Zu seinem Teamkollegen fehlten Rea am Vormittag gerade einmal 0.017 Sekunden. Hinter Davies folgte Lokalmatador Sylvain Guintoli, Alex Lowes und Niccolo Canepa.

Das 2. Freie Training

Während der Asphalt am Morgen mit kühlen 20°C für schwierigere Umstände sorgte, wurde es in der Nachmittags-Session etwas wärmer. Nach vielerlei Hin und Her an der Spitze war es Weltmeister Rea, der sich durchsetzte und mit 1:37.750 die Bestzeit des Tages. Dahinter ging diese Runde im Kampf um den Vizetitel an Davies, der 0.294 Sekunden schneller als Sykes war. Haslam, der zu Beginn der Trainingssitzung stark war, fiel auf den vierten Platz zurück und konnte mit einem Abstand von 0.746 Sekunden Alex Lowes hinter sich halten. Gegenüber seiner Zeit zum Vormittag verbesserte sich Niccolo Canepa um einiges und landete auf dem sechsten Platz. Die Top Ten des Freitags wurde komplettiert von Jordi Torres, Matteo Baiocco, Luca Scassa und Ayrton Badovini.

Nach den Trainings-Session am Freitag folgt der Kampf um die Superpole am Samstag. Die erste Session beginnt um 15.00 Uhr deutscher Zeit.