Nächste Pole Position für Kawasaki. Tom Sykes sicherte dem japanischen Hersteller bei der Superpole in Misano die fünfte Pole Position im achten Qualifying. Max Biaggi verpasste bei seinem Comeback in der Superbike-WM die erste Reihe, hielt sich aber in Schlagdistanz zu den Podiumsplätzen.

Die Platzierungen: Gegen Mitte der Session lag Leon Haslam vor Johnny Rea und Max Biaggi. Im letzten Versuch setzte sich aber zunächst Jordi Torres und wenig später Tom Sykes an die Spitze. Dieser schnappte sich in 1:34,214 Minuten auch seine dritte Superpole in dieser Saison. Beinahe alle Fahrer verbesserten ihre Zeiten kurz vor Schluss. Haslam mit 0,212 Sekunden und Davide Giugliano mit 0,228 Sekunden Rückstand komplettieren am Sonntag die erste Startreihe.

Max Biaggi musste sich nach Freitagsbestzeit in der Superpole mit dem fünften Rang begnügen. 0.249 Sekunden fehlten dem Ex-Champion, der das Rennen am Sonntag in Reihe zwei zwischen WM-Leader Rea und Torres in Angriff nehmen wird. Alex Lowes belegte vor Ayrto n Badovini und Sylvain Guintoli Platz sieben, die vierte Reihe ging an Michele Pirro, der für den verletzten Luca Scassa auf Ducati einsprang, Chaz Davies und Matteo Baiocco.

Tom Sykes war zu stark für die Konkurrenz - Foto: Kawasaki
Tom Sykes war zu stark für die KonkurrenzFoto: Kawasaki

Superpole 1: Sykes musste überraschend in Superpole 1 antreten, wurde seiner Favoritenrolle aber von Beginn an gerecht. Der Brite übernahm früh mit einer 1:35,214 Minuten die Spitze und behauptete seine Führung im ersten Stint. Ayrton Badovini löste im zweiten Stint Sykes auf Platz eins ab und schob Leandro Mercado aus den beiden Aufstiegsplätzen in Superpole 2. Mercado konnte nicht mehr entscheidend kontern und schied aus, Sykes legte aber noch einmal zu und schrieb letztlich 1:34,486 an. Das genügte für den Platz 1 in Superpole 1. Für Markus Reiterberger blieb nur der sechste Platz unmittelbar hinter Michael van der Mark.

Die Zwischenfälle: Im Gegensatz zu den Trainings kam es im Qualifying zu keinerlei Stürzen auf dem frisch asphaltierten Kurs in Misano.

Die Prognose: Max Biaggi beeindruckt auch im Qualifying, auch wenn er am Ende vier Konkurrenten den Vortritt lassen musste. Zwar konnte der Italiener in den letzten Monaten als Aprilia-Testfahrer unzählige Kilometer in Misano abspulen, doch im Alter von 43 Jahren und nach zwei Jahren ohne Rennpraxis muss man die Erfahrung auch erst einmal in solche Ergebnisse ummünzen. Um die Podestplätze könnte Biaggi am Sonntag eventuell mitmischen. Den Sieg werden sich erneut die Kawasakis untereinander ausmachen.