Die Superbike-WM fährt an diesem Wochenende zum ersten Mal nach 2009 wieder auf dem Losail International Circuit in Katar. Ein Novum dabei sind die Flutlichter, denn die Rennen zuvor wurden am Tag gefahren, während das Finale 2014 am Abend stattfindet. Schon am Freitag schraubten die Piloten ihre Rundenzeiten nach und nach herunter, die Bestzeit von Ben Spies vor fünf Jahren (1:57.280 Minuten) wurde am Eröffnungstag noch nicht geknackt.

Dafür kam Davide Giugliano im dritten Freien Training aber nah an den Rekord ran. Der Ducati-Pilot brannte in den letzten Minuten der Session eine schnellste Runde von 1:57.876 Minuten in den Asphalt, sicherte sich damit die Spitze und war der einzige Fahrer, der die 1:58-Minuten-Marke am ersten Tag durchbrach. Jonathan Rea musste passen und lag am Ende mit 0.137 Sekunden Rückstand auf Rang zwei. Sylvain Guintoli, der vor den letzten beiden Saisonrennen nur noch zwölf Punkte hinter WM-Leader Tom Sykes liegt, verbuchte die drittschnellste Zeit.

Loris Baz sicherte sich Rang vier vor Eugene Laverty. Alex Lowes schnappte sich in letzter Sekunde den sechsten Rang, nachdem er während der Session gestürzt war. Chaz Davies folgte auf Platz sieben, während der WM-Führende Sykes etwas langsamer in Fahrt kam und am Ende des dritten Freien Trainings mit 0.942 Sekunden Rückstand auf Rang acht zu finden war. Leon Haslam und Toni Elias komplettierten die Top-10 und sicherten sich damit die letzten Tickets zum direkten Durchzug zur zweiten Superpole am Samstag.

Sylvain Guintoli und Tom Sykes tragen den Titelkampf in Katar untereinander aus - Foto: World SBK.com
Sylvain Guintoli und Tom Sykes tragen den Titelkampf in Katar untereinander ausFoto: World SBK.com

Marco Melandri verpasste diese Chance als Elfter nur knapp. Niccolo Canepa fuhr als bester EVO-Pilot zu Rang zwölf, gefolgt von Sylvain Barrier, Sheridan Morais und David Salom. Andrea Andreozzi, Wildcard-Pilot Alex Cudlin, Jeremy Guarnoni, Bryan Staring und Geoff May komplettierten die Top-20 und sicherten sich damit als Letzte Plätze in der Superpole. Claudio Corti verpasste die Top-20 nur knapp und hatte auf seiner MV Agusta während der kompletten dritten Session mit technischen Problemen zu kämpfen.

Nachdem die WSBK-Piloten am Freitag bereits die entscheidenden Freien Trainings fuhren, stehen am Samstag 'nur' noch das vierte Freie Training und die Superpole auf dem Programm.

Das erste Freie Training

In der ersten Session des Wochenendes gab Rea die Pace vor. Der Honda-Pilot brannte eine schnellste Rundenzeit von 1:59.644 Minuten in den Asphalt und ließ Baz damit um 0.187 Sekunden hinter sich. Rookie Lowes folgte auf Rang drei, noch vor WM-Anwärter Guintoli und Laverty. Der WM-Führende Sykes belegte zunächst den neunten Rang. Canepa und Guarnoni kamen beide in Kurve eins kurzzeitig von der Strecke ab, konnten aber direkt weiterfahren.

Das zweite Freie Training

Obwohl sich alle Fahrer in der zweiten Session unter den Flutlichtern von Katar steigern konnten, war es am Ende Laverty, der das Feld mit 1:58.449 Minuten anführte. Direkt hinter dem Suzuki Pilot platzierte Davies seine Panigale auf Rang zwei. Guintoli, der lange Zeit vorne lag, belegte am Ende den dritten Rang vor Rea und Haslam. Sykes landete erneut nur auf Rang neun. Während Giugliano und auch Rea mit technischen Problemen kämpften, kamen Corti, Andreozzi, Baz und Gabor Rizmayer von der Strecke ab. Cudlin, der an diesem Wochenende in der WSBK mit Wildcard und gleichzeitig in der katarischen Superbike-Meisterschaft an den Start geht, stürzte gegen Sessionende in Kurve sieben.