Bei sonnigen, kühlen Wetterbedingungen ging es für die Superbike-Piloten am Samstagmorgen in Aragon mit der zweiten Qualifikationssession weiter. Die absolut schnellste Qualifikationszeit brannte Tom Sykes in den Asphalt. Mit einer schnellsten Runde von 1:57.785 Minuten ließ er den Freitagsführenden Eugene Laverty um 0.244 Sekunden hinter sich. Jonathan Rea verlor nur 0.305 Sekunden auf den Kawasaki-Pilot und landete damit auf Rang drei.

Da das Auftaktwochenende in Australien schon einige Wochen her ist, sollte vor der Superpole am Samstagnachmittag in Aragon noch einmal daran erinnert werden, dass ab dieser Saison nicht wie im letzten Jahr die schnellsten 16 aus der zweiten Qualifikation, sondern nur die Top-15 weiterkommen und in jedem Superpole-Durchgang auch nur drei anstatt der vormaligen vier Piloten rausfliegen.

Leon Haslam konnte der Action auf der Strecke nur von der Box aus zusehen - Foto: Dorna WSBK
Leon Haslam konnte der Action auf der Strecke nur von der Box aus zusehenFoto: Dorna WSBK

Chaz Davies fuhr derweilen zu Position vier vor Davide Giugliano, der sich im Vergleich zum Freitag noch steigern konnte. Sylvain Guintoli belegte Platz sechs und war der Letzte, der weniger als eine Sekunde auf Sykes' Bestzeit verlor. Marco Melandri hingegen büßte schon 1.140 Sekunden ein und rangierte damit auf Sieben. Loris Baz wurde Achter. Leon Camier wurde mit seiner schnellen Runde zu Beginn der ersten Qualifikationssession am Freitag noch immer auf Rang neun geführt.

Sein Teamkollege Jules Cluzel komplettierte die Top-10 und schaffte damit sein Tagesziel, in die Superpole weiterzukommen mit Leichtigkeit. Michel Fabrizio fuhr trotz eines Sturzes noch auf Platz elf. Leon Haslam stürzte gleich zu Beginn der Session. Seine Crew gab alles, um die CBR 1000RR wieder rechtzeitig zusammenzuschrauben, sogar das Honda Team aus der World Supersport half aus. Jedoch reichte auch die starke Unterstützung innerhalb der Honda-Gruppe nicht aus, um das Bike rechtzeitig zu reparieren. Haslam konnte nicht noch einmal rausfahren, hielt aber den zwölften Rang.

Als letzte Piloten lösten die drei Ducati 1199 Panigale Fahrer das Ticket in die Superpole. Carlos Checa fuhr zu Platz 13, Ayrton Badovini folgte dem erfahrenen Spanier, verlor aber schon 2.389 Sekunden auf Sykes. Max Neukirchner machte es in den letzten Minuten spannend und fuhr mit einer Anstrengung in den letzten Minuten noch knapp an Alexander Lundh vorbei auf den rettenden Platz 15 und damit in die Superpole. Lundh, Federico Sandi, Ivan Clementi, Effenbert Liberty Fahrer Mark Aitchison und Vittoriano Iannuzzo bleibt vor den beiden Rennen nur noch das zweite Freie Training und das Warm-Up am Sonntag, um ihre Motorräder oder sich selbst zu verbessern.

WorldSBK, Aragon, Qualifying 2:

1. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 1:57.785
2. Eugene Laverty (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1:58.029
3. Jonathan Rea (Pata Honda World Superbike) Honda CBR1000RR 1:58.090
4. Chaz Davies (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 1:58.117
5. Davide Giugliano (Althea Racing) Aprilia RSV4 Factory 1:58.330
6. Sylvain Guintoli (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1:58.426
7. Marco Melandri (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 1:58.925
8. Loris Baz (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 1:58.996
9. Leon Camier (Fixi Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 1:59.379
10. Jules Cluzel (Fixi Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 1:59.414
11. Michel Fabrizio (Red Devils Roma) Aprilia RSV4 Factory 1:59.471
12. Leon Haslam (Pata Honda World Superbike) Honda CBR1000RR 1:59.599
13. Carlos Checa (Team Ducati Alstare) Ducati 1199 Panigale R 1:59.647
14. Ayrton Badovini (Team Ducati Alstare) Ducati 1199 Panigale R 2:00.174
15. Max Neukirchner (MR-Racing) Ducati 1199 Panigale R 2:00.370
16. Alexander Lundh (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 2:00.511
17. Federico Sandi (Team Pedercini) Kawasaki ZX-10R 2:00.979
18. Ivan Clementi (HTM Racing) BMW S1000 RR 2:02.140
19. Mark Aitchison (Team Effenbert Liberty Racing) Ducati 1098R 2:02.554
20. Vittorio Iannuzzo (Grillini Dentalmatic SBK) BMW S1000 RR 2:03.201