Im Fahrerlager der DTM gehört Jasmin Rubatto längst zu den bekannten Gesichtern. In der vergangenen Saison hatte die Verlobte von Timo Scheider dem späteren DTM-Champion bei fast jedem Rennen vor Ort die Daumen gedrückt. Dieser sparte nicht mit Lob für die mentale Unterstützung. "Jasmin weiß immer ganz genau, wann es mir gut und wann weniger gut geht. Sie nimmt mich in den richtigen Momenten zur Seite, weist mich auf Fehler hin und hilft mir beim Auftritt an der Rennstrecke", sagte Scheider im vergangenen Jahr. Auf dem EuroSpeedway Lausitz kam es nun zum Rollentausch.

Als Gaststarterin bestritt Jasmin Rubatto das zweite Rennwochenende des Seat Leon Supercopa - mit ihrem Timo als mitfieberndem Zuschauer. "Es war für uns beide ein schönes Gefühl. Sie hat eine Menge Spaß gehabt, ist ein tolles Rennen gefahren und hat von Seat viel Lob bekommen", sagte Scheider gegenüber Motorsport-Magazin.com. Schon im Qualifying hatte sich Rubatto durchaus konkurrenzfähig präsentiert, bevor sie die beiden Rennen sicher auf den Plätzen 16 und 15 beendete.

"Sie hat im Cockpit einen tollen Job gemacht und nach dem Rennen über das ganze Gesicht gestrahlt", sagte der aktuelle Meisterschaftsführende der DTM nicht ohne Stolz. Dennoch war die ungewohnte Rollenverteilung an der Rennstrecke vermutlich eine Ausnahme: "Es war für mich mal eine andere Situation, die Daumen zu drücken und ihre Zeiten zu analysieren. Es hat uns beiden Spaß gemacht, aber es wird wohl bei einem Gastauftritt bleiben."