Den Titel des SEAT Leon Supercopa Meisters 2008 hatte sich Nicki Thiim bereits vor drei Wochen in Le Mans gesichert. Dennoch präsentierte sich der 19-Jährige beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring erneut hochmotiviert. Mit seinem zweiten Doppelerfolg in dieser Saison - Thiim hatte bereits zum Saisonauftakt beide Rennen in Hockenheim gewinnen können - holte sich der 19-Jährige die Laufsiege sieben und acht und stellte einmal mehr seine Dominanz in dieser Saison unter Beweis. Spannung vor dem Finalwochenende versprach noch der Kampf um die Plätze. Nach einer Nullrunde am Samstag sicherte sich schließlich Jimmy Johansson mit einem fünften Platz im 16. und letzten Wertungslauf am Sonntag den inoffiziellen Titel des Vizemeisters. Trotz seiner beiden zweiten Plätze in Hockenheim blieb Christoffer Nygaard am Ende nur der dritte Rang.

Obwohl alle vier Fahrer des entthronten Meisterteams von Fischer Racing in der Startaufstellung für das 16. und letzte Saisonrennen am Sonntag vor Thiim platziert waren, konnte sich der neue Champion erneut durchsetzen. Aus der dritten Startreihe ins Rennen gegangen, überholte der Däne nacheinander Constantin Dressler, Maximilian Werndl und schließlich auch Christoffer Nygaard. Einzig "Mister Markenpoka" Thomas Marschall konnte dem Mann im goldlackierten Supercopa mit der Startnummer sieben widerstehen. Marschall, der aus der zweiten Reihe gestartet war und noch in der ersten Runde seinen Teamkollegen und Polesetter Maximilian Werndl überholen konnte, wurde schließlich von den Rennkommissaren eingebremst. Aufgrund eines Gelbverstoßes - der Niederländer Dillon Koster war in der sechsten Runde nach einer Kollision mit Wolfgang Klein im Bereich der Mercedes-Arena abgeflogen - kassierte der 44-Jährige eine 30-Sekunden- Zeitstrafe und musste sich mit Rang 13 zufrieden geben. Vom Missgeschick Marschalls profitierte Thiim, der zwar eine schnelle Runde nach der anderen drehte, allerdings gegenüber Marschall kaum Boden gut machen konnte. Thiims Landsmann Christoffer Nygaard konnte sich über den zweiten Platz nicht so recht freuen. Das lag vor allem an Jimmy Johansson, der mit Rang fünf den zweiten Platz in der Gesamtwertung unter Dach und Fach gebracht hatte. Hinter dem dänischen Duo überquerte der schweizer Gaststarter Fredy Barth als Dritter die Ziellinie. Vierter wurde Werndl.

In der Gesamtwertung nach 16 Rennen kann Thiim auf eine beeidruckende Bilanz zurück blicken. Mit acht Saisonerfolgen und einer Reihe weiterer Podestplätze sammelte der 19-Jährige 265 Punkte - ein neuer Rekord in der fünfjährigen Supercopa-Historie. Thiims Teamkollege Jimmy Johansson komplettierte die herausragende Saison für das Team von GAG-Racing aus Essen. Der Schwede erreichte drei Saisonsiege und kam auf insgesamt 191 Punkte. Dritter der Gesamtwertung wurde Christoffer Nygaard. Dem Dänen fehlten am Ende zehn Punkte auf Johansson. Bester Deutscher in der Gesamtwertung blieb Heiko Hammel, der 148,5 Punkte erreichte. Dreieinhalb Punkte dahinter folgt Ex-Champion Thomas Marschall.

Stimmen nach dem zweiten Rennen:

Nicki Thiim (Sieger):
Der Start war verursacht durch die Kollision mit Constantin Dressler ein wenig chaotisch. Danach war die Spur ziemlich verzogen, so dass ich mächtig kämpfen musste, um an Marschall heran zu kommen. In jeder Runde blieb mir nichts anderes übrig, als extrem spät zu bremsen. Dass Thomas Marschall bestraft wurde, gehört nun einmal zum Geschäft. So war es ein perfektes Ende nach einer perfekten Saison.

Christoffer Nygaard (Zweiter):
Schade, aber Nicki konnte ich auch heute nicht halten. Natürlich hätte ich sehr gerne Gesamtplatz zwei belegt, aber nach meinem Problem im zweiten Rennen in Le Mans war der Vorsprung von Jimmy Johansson einfach zu groß.

Fredy Barth (Dritter):
Das war zum Abschluss ein tolles Rennen. Mein Dank geht an SEAT, die meinen Einsatz als Gaststarter möglich gemacht haben. Dass ich sogar aufs Podest gefahren bin, habe ich erst nach der Zielflagge erfahren.