Der vorletzte Lauf im Seat Leon Supercopa wurde von einem schweren Unfall überschattet: in der elften Runde kam Heiko Hammel nach einem Ausweichmanöver vor der Spitzkehre mit Höchstgeschwindigkeit von der Strecke ab und überschlug sich mehrfach, bevor er auf dem Asphalt zum Stehen kam. Das Rennen musste daraufhin abgebrochen werden, während Hammel mit dem Rettungsfahrzeug abtransportiert. Zuvor konnte er das Auto zwar nicht aus eigener Kraft, aber gestützt verlassen. Den Sieg holte sich Nicki Thiim vor Christoffer Nygaard und Thomas Marschall.

Auch wenn Thiim und Nygaard am Ende 1,676 Sekunden trennten, war es gerade in der Anfangsphase ein spannender Kampf. "Die erste Phase des Rennens war nicht gerade einfach. Auf den langen Geraden konnte sich Christoffer immer wieder ansaugen. Es bestand permanent die Gefahr, dass er das zum Überholen ausnützt. Aber nach der Hälfte des Rennens haben offenbar die Reifen meiner Konkurrenten abgebaut, während ich konstant schnelle Zeiten fahren konnte", berichtete Thiim, der bereits Meister ist und mit einem goldenen Fahrzeug an den Start geht.

Für Nygaard besteht am morgigen Sonntag noch die Chance, Zweiter in der Tabelle zu werden. Sein Konkurrenz Jimmy Johansson musste heute einen ungeplanten Boxenstopp einlegen, da ein Reifen platzte. In der Gesamtwertung liegen die beiden Skandinavier 15 Punkte auseinander, zu vergeben sind noch 20. "Diesen Rennausgang hätte ich so nicht erwartet. Es ist schade, dass ich vom Unglück anderer profitiere. Ich hoffe vor allem, dass es Heiko Hammel gut geht. Pech hatte natürlich auch Jimmy mit seinem Reifenschaden schon in der ersten Runde. Mein Rennen war fast perfekt. Jetzt habe ich tatsächlich noch Chancen auf den zweiten Gesamtplatz", so Nygaard.