Bei noch sechs zu fahrenden Rennen biegt der Seat Leon Supercopa auf die Zielgerade ein: das drittletzte Rennwochenende und die Läufe elf und zwölf findet auf der 3,629 Kilometer langen Kurzanbindung des Nürburgrings statt. Als Gesamtführender kommt Nicki Thiim mit einem Vorsprung von 27 Punkten in die Eifel, doch beim letzten Rennen in Zandvoort holten seine skandinavischen Kollegen Christoffer Nygaard und Jimmy Johansson deutlich mehr Punkte.

"Natürlich kann man immer noch etwas mehr Vorsprung gebrauchen, aber momentan ist er schon recht groß", berichtet der Däne. Eine Nullrunde kann er sich aber auf keinen Fall erlauben, denn dann wäre fast das gesamte Polster aufgebraucht. "Ich fahre immer um zu gewinnen, doch in meiner Position ist es sehr wichtig, die Rennen zu beenden. Mein Ziel ist es auf jeden Fall durchzukommen - bei einem Ausfall ist der Vorsprung weg."

Im letzten Jahr schaffte es Thiim auf dem Nürburgring nicht auf das Podest - das will er in diesem Jahr nachholen. "2007 haben wir hier viel Pech gehabt. Dieses Jahr müssen wir noch intensiver am Setup arbeiten, dann sollte ich guten Chancen haben", sagt der Pilot aus dem Essener Rennstall GAG.

Doch nicht nur der Kampf um die Meisterschaft, sondern auch die Streckenführung verspricht große Spannung: "Vor allem in der ersten Kurve kann man sehr gut überholen, selbst in vielen anderen Kurven sind Manöver möglich", urteilt Thiim. "Für mich ist die Mercedes-Arena die Schlüsselstelle des Kurses. Das ist der schwierigste Teil der Strecke, den Rest kann man sehr flüssig und gut fahren."

Den Kampf um den Titel sollten die drei Skandinavier an der Spitze unter sich ausmachen. Heiko Hammel und Thomas Marschall haben auf den Rängen vier und fünf nur noch theoretische Chancen, gehen aber nicht weniger motiviert in die kommenden Rennen. Marschall war am vergangenen Wochenende in der MINI Challenge unterwegs und gewann im Rahmen der Formel 1 ein Rennen - zu gerne würde er dieses Erfolg auch am Nürburgring wiederholen...