"Endlich ist der Knoten geplatzt", freute sich Jimmy Johansson nach dem siebten Saisonlauf im Seat Leon Supercopa und seinem ersten Sieg im aktuellen Jahr. Auf dem 2,3 Kilometer langen Stadtkurs in Nürnberg setzte sich der Schwede gegen Damian Sawicki und Christoffer Nygaard durch, die auf dem Norisring die Plätze zwei und drei belegten.

Johansson musste nach einer nicht ganz geglückten Qualifikation von der vierten Startposition in das 29 Runden lange Rennen starten, konnte sich aber schnell nach vorne arbeiten. "Mein Start war perfekt. Danach wusste ich, dass ich nah dran bin, denn schon im freien Training am Freitag haben wir das perfekte Setup für den Norisring gefunden", so Johansson, der nun hinter Nicki Thiim und Nygaard auf dem dritten Tabellenrang liegt. "Was die Meisterschaft angeht, ist jetzt wieder alles möglich. Nicki Thiims Vorsprung ist zwar immer noch beeindruckend, aber die gesamte zweite Saisonhälfte liegt noch vor uns."

Damian Sawicki musste nach einem guten Start die kurzzeitige Führung schnell wieder abgeben, konnte sich dann im Duell gegen Nygaard allerdings durchsetzen und verfolgte Johansson. "Ich habe mehrfach versucht, Jimmy an der Spitze zu bedrängen, aber er hat mir nicht den Gefallen getan, einen Fehler zu begehen. Und zu viel wollte ich auch nicht riskieren. Zudem bekam ich gegen Rennende Getriebeprobleme. Die Gänge ließen sich nicht mehr sauber schalten", analysierte der Pole nach dem Rennen.

Nach der Bestzeit im Zeittraining hatte Christoffer Nygaard mit der Pole-Position eigentlich die beste Ausgangsposition. "Den Start muss ich wohl noch einmal üben. Das ging klar auf meine Kappe", musste der Landsmann des Tabellenführers Thiim nach dem Rennen feststellen. "Auch danach sind mir einige Fahrfehler unterlaufen. So konnte ich Sawicki und Johansson einfach nicht mehr halten. Schade, aber die Punkte für den dritten Platz kann ich dennoch sehr gut gebrauchen."

Für mehrere Fahrer war das Rennen gleich in der ersten Runde beendet. So fielen Constantin Dressler und Christian Bebion Kollisionen zum Opfer und kamen nicht weiter als zur Grundig-Kehre. Dort wurde auch Christina Surer umgedreht, die mit dem neuen Seat des 1. FC Nürnberg an den Start gegangen war. Immerhin konnte die Gaststarterin das Rennen fortführen und auf der 16. Position beenden. Bis dahin kam Felipe Fernandez Laser nicht, denn der junge Deutsche knallte in der zehnten Runde in die Mauer am Ausgang des Schöller-S.