In der letzten Saison schoss Nicki Thiim oft über das Ziel hinaus und landete statt auf dem Podest im Abseits. In der Lausitz machte der Däne diese Erfahrung 2007, als er, in aussichtsreicher Position liegend, die Mauer touchierte und das Rennen verlor. Mittlerweile hat sich die Einstellung des Youngsters grundlegend geändert: in den ersten vier Saisonrennen erzielte Thiim zwei Siege und zwei zweite Plätze.

"Gegen Ende des Rennens hatte ich einige Reserven, aber auf dieser Strecke zu überholen, wäre zu riskant gewesen. Die Punkte waren mir da viel wichtiger." Solche Worte hört man von Thiim immer öfter - und sie machen sich bezahlt. Nach einem guten Drittel der Saison führt der GAG-Pilot den Seat Leon Supercopa mit einem kleinen Vorsprung an, den er auf dem EuroSpeedway natürlich nicht verlieren sondern eher ausbauen möchte.

Um das zu schaffen sollte Thiim eine bessere Leistung zeigen als noch 2007, denn damals holte er nur vier mickrige Punkte. Zu den schnellsten Piloten zählte im letzten Jahr Marin Colak, der eines der beiden Rennen auf der zweiten Position beenden konnte. Den Kroaten sollte man auch in dieser Saison nicht unterschätzen: in Oschersleben holte er seinen ersten Sieg und mit zwei weiteren Resultat wäre die Gesamtführung zum Greifen nah.

Um eine möglichst gute Rehabilitation geht es bei den Titel-Kandidaten Jimmy Johansson und Thomas Marschall. Beide waren in Oschersleben in einen Unfall in der ersten Kurve verwickelt und blieben im vierten Saisonrennen ohne jeglichen Zähler. In der Meisterschaft macht sich das durch eine Lücke von circa 35 Zählern bemerkbar - selbst mit einem Doppelsieg in der Klettwitz würde es der schwedische Junior und der deutsche Routinier nur mit Glück zurück nach ganz oben schaffen.