Wie in den letzten Jahren wird der Meister im Seat Leon Supercopa beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring gekürt. Nach einem vor allem in der Anfangsphase dramatischen zweiten Wertungslauf auf dem Nürburgring steht nun Thomas Marschall an der Spitze des Gesamtklassements. Der 43-Jährige sicherte sich am Sonntag hinter dem Polen Damian Sawicki, der von der Pole Position ins Rennen gehen konnte, die 17 Punkte für den zweiten Platz. Dritter wurde Gaststarter Fredy Barth aus der Schweiz. Der große Pechvogel der Nürburgring-Wochenendes hieß Sebastian Asch . Der 21-Jährige, der als Gesamtführender in die Eifel gereist war, und am Samstag noch als Zweiter des ersten Rennens die Führung ausbauen konnte, musste am Sonntag nach einer unverschuldeten Kollision mit Kati Droste bereits in der ersten Runde sein Auto abstellen.

Damian Sawicki gewann das Rennen am Sonntag - Foto: Seat/Urner
Damian Sawicki gewann das Rennen am SonntagFoto: Seat/Urner

Sawicki dagegen gelang ein perfekter Start und eine perfektes Rennen. Der 23-Jährige setzte sich sofort vor Christian Hohenadel und dem Dänen Nicki Thiim an die Spitze des 26-köpfigen Feldes. Während sich der Pole sofort absetzen konnte, entschieden eine Reihe hitziger Positionskämpfe in der Mercedes-Arena das weitere Renngeschehen. Nachdem Sebastian Asch, der von Position sieben ins Rennen gestartet war, von der sich verbremsenden Kati Droste ins Aus befördert worden war, gerieten Hohenadel und Thiim aneinander. "Tja, ich bin nicht weit gekommen", resümierte Hohenadel. "Drei Autos passen nun mal nicht durch eine Kurve. Der Ausfall ist Schade, aber das ist halt so."

Nutznießer dieser Aktion war Thomas Marschall, der nach einem guten Start weitere Positionen gutmachen konnte. "Kurz nach dem Unfall vor mir habe ich gesehen, dass es eine Safety-Car-Phase gibt. Per Funk habe ich dann erfahren, dass Asch und Kolmsee draußen sind", sagte der neue Spitzenreiter Marschall. "Mit dem zweiten Platz konnte ich fast die volle Punktzahl holen, von meinen Konkurrenten konnte nur Sawicki punkten. Nach dem Neustart wollte ich den zweiten Platzt nicht aufs Spiel setzen und habe Sawicki nicht mehr angegriffen."

Auch Bastian Kolmsee, der Sieger vom Samstag, musste seinen Supercopa nach einem Unfall bereits in Runde eins abstellen. Auch die Unterbrechung durch das Safety Car brachte Sawicki nichts aus dem Rhythmus. Der Pole gewann den Neustart vor Thomas Marschall und dem Schweizer Fredy Barth. Während Sawicki Runde für Runde seinen Vorsprung vergrößerte, kämpften Marschall und Barth bis zur schwarz-weiß karierten Flagge um die weiteren Podestplätze. Am Ende hatte Marschall die Nase vorn, doch auch Barth freute sich: "Nachdem es gestern nicht so toll lief und wir viel gearbeitet haben, lief es heute besser. Ich bin sehr happy für mich und das Team."