Damian Sawicki hat das erste Seat Leon-Rennen in Zandvoort für sich entschieden. Aufs Podium folgten ihm Thomas Marschall und überraschenderweise Gaststarter Fredy Barth. Bester Junior wurde Jimmy Johannson auf Platz sechs. Von der Pole führte Sawicki von Anfang bis Ende und geriet dabei nie wirklich in Gefahr. "Es war nicht so leicht, wie es aussah", sagte Sawicki. "Ich habe zwar einen Topstart erwischt, Aber der Gegenwind hat mir sehr zu schaffen gemacht. Doch im Endeffekt war es ein ruhiges Rennen." Im zweiten Lauf will der Pole nun auf Nummer sicher gehen. "Bisher habe ich immer Pech mit dem zweiten Rennen gehabt, Ich werde deswegen nicht volle Attacke fahren sondern auf einfach nur auf Punkte", kündigte Sawicki an.

Sawicki erlebte ein ruhiges Rennen - auf den Rest des Feldes traf dies jedoch nicht unbedingt zu. Insbesondere in der Schlussphase spielten sich dramatische Szenen ab. Marcus Steinel lag an dritter Stelle und hatte schon den Champagnergeschmack im Mund, als ihn nur wenige Meter vor dem Ziel ein Reifenschaden heimsuchte. Bei seinem Abflug riss die gesamte rechte Front seines Wagens auf. Zwar rettete sich Steinel noch auf Platz zehn ins Ziel, das Podium war jedoch futsch.

Von Steinels Pech profitierte Gaststarter Fredy Barth, der bis dahin auf Platz vier lag. "Drei Runden vor Schluss habe ich noch gefunkt, ob ich mich zurückfallen lassen soll für morgen. Da haben wir gesagtt: 'Nee, fahr durch! Vielleicht kannst du den vierten Platz halten.' Und dann sah ich hundert Meter vor dem Ziel das rote Auto liegen. Tut mir natürlich Leid für den Marcus, aber mich freut es natürlich", sagte Barth motorsport-magazin.com. "Unglaublich, was das Team in der kurzen Zeit geleistet hat. Das war ein perfekter Einstand." Vor allem weil er das Potential seines Autos noch gar nicht voll ausschöpfen konnte: "Das Setup hat noch nicht gepasst. Da können wir noch um einiges schneller werden."

Durch Sawickis Sieg und Marschalls zweiten Platz wird es in der Gesamtwertung richtig eng. Zwar führt Sebastian Asch, der heute nur Achter wurde, die Meisterschaft weiter an. Jedoch ist ihm vor allem der Zweitplatzierte Thomas Marschall gefährlich nah auf die Pelle gerückt. "Wir kommen Asch immer näher, allerdings kommt mir der Sawicki immer näher. Wir sind jetzt gleich auf, das wird hart werden, aber so wollen wir es ja", kommentierte Marschall den Meisterschaftskampf. So könnte es noch an diesem Wochenende einen Wechsel an der Tabellenspitze geben. Allerdings startet Asch durch seinen achten Platz im heutigen Rennen morgen von der Pole.