Mit Hannes Ackermann, Lukas Weis und Luc Ackermann gingen drei deutsche Extremsportler an den Start. Für Lukas Weis ist Hamburg der Abschluss seiner Contest-Laufbahn. Leider reichte es für ihn nicht ins Finale. Das erreichten die anderen beiden deutschen Fahrer allerdings mit fulminanten Qualifikationsläufen. Die Beiden feuerten schon in der Vorrunde aus allen Rohren und katapultierten sich auf die ersten beiden Plätze der Qualifikation.

Mit Petr Pilat und Brice Izzo zogen auch die beiden anderen EM-Kontrahenten in die Endrunde ein. Besonders Pilat meldete sich nach seiner schweren Verletzung eindrucksvoll zurück. Libor Podmol und Marc Pinyol komplettierten die Finalplätze. Dabei packte der junge Spanier schon eine California Roll aus. Hätte Maxim Gregoire nicht bei einigen seiner Tricks gepatzt, hätte auch er mit dem 540 im Double-Up die Endrunde erreicht.

Acht Starter kämpften im Anschluss um die Trophäe im Lifeproof Best Whip Contest. In das Whip-Finale sprangen sich Kai Haase und James Carter. Hauchdünn sicherte sich US-Boy Carter die Siegprämie vor dem Berliner.

Der Maxxis Highest Air wurde zum Triumphzug von Massimo Bianconcini. Nur eine Woche nach seiner Silbermedaille bei den X-Games, holte sich der Italiener mit 9,00 Metern den Sieg vor Kai Haase.

Spannendes Finale

Dann war endlich die Zeit für das Finale gekommen und die Zuschauer in der Hamburger o2 World erlebten live Freestyle-Motocross-Geschichte. Der kleine Spanier Marc Pinyol verpatzte erst einen Trick komplett, raffte sich dann aber in seinem ersten NIGHT of the JUMPs Finale überhaupt wieder auf. Erst sprang er die California Roll, dann folgte die weltweit erste Inside Roll in einem Contest. Damit setzte er sich erst einmal in den Hotseat, von dem ihn weder Brice Izzo noch Libor Podmol verdrängen konnten. Libor stürzte gleich bei seinem ersten Trick im Finale, dem Surfer Tsunami Flip. Als dann auch noch Petr Pilat nach seinem Tsunami Flip crashte, konnte sich Pinyol schon einmal über einen Podestplatz freuen. Unglaublich aber war, dass Petr nach seinem Crash wieder aufstand und seinen Run noch zu Ende fuhr. Im Double-Up setzte er mit dem Candybar-Takeoff to Candybar Landing Backflip sogar noch eine Weltpremiere.

Ackermänner machen Sieg unter sich aus

Jetzt konnten nur noch die beiden Ackermänner Pinyol den Sieg streitig machen. Und die Beiden ließen die besten NIGHT of the JUMPs Runs ihrer Geschichte folgen. Luc zog unter anderem den 360, Flair, Tsunami Flip, Holygrab, einen für ihn neuen Seatgrab Flip und mit dem Surfer Takeoff Superman to Surfer Landing ebenfalls eine Weltpremiere. Hannes konterte mit 360, Cliffhanger Flip, Tsunami Flip, Hartattack Flip, Airplane, Cordova Flip und seinem Porti Air. Damit gewann Hannes hauchdünn mit einem Punkt vor seinem 17-jährigen Bruder.

Die Gesamtwertung der Europameisterschaft führt jetzt Petr Pilat vor Remi Bizouard an. Luc Ackermann konnte mit seinem zweiten Platz auf die dritte Position vorstoßen.

Der finale Wettbewerb der diesjährigen FMX Europameisterschaft steigt am zweiten Tag der NIGHT of the JUMPs in der o2 World Hamburg. Dann steht fest, wer der neue Europameister wird.