2007 fand der letzte Contest der FIM Freestyle MX World Championship auf französischen Boden statt. An vergangenen Samstag wurde dann entsprechend des Fahrerfeldes auch alles gezeigt, was derzeit auf dem FMX Bike möglich ist.

Mit Nicolas Texier, Brice Izzo, Remi Bizouard und David Rinaldo nahmen gleich vier Franzosen den Kampf gegen die besten Freestyle Motocrosser der Welt auf. Besonders Brice Izzo hatte sich viel vorgenommen und brachte extra eine eigene Quarter Rampe mit, um den ersten Open Loop (Quarter Backflip) der NIGHT of the JUMPs zu springen. Leider stürzte er bei dem Trick und war damit nicht im Finale. Doch die Zuschauer sollten den Trick doch noch zu sehen bekommen. Der Deutsche Hannes Ackermann versuchte den Quarterflip als letzten Sprung seines Runs und stand ihn. Damit hätte es fast für das Finale gereicht, das ihn letztlich aber Bizouard mit gleicher Punktzahl noch vor der Nase wegschnappte.

Mit David Rinaldo, der die Qualifikation souverän gewann, zog ein weiterer Franzose in die Endrunde der besten Sechs ein. Das Finale erreichten auch der NIGHT of the JUMPs Newcomer Taka Higashino (JAP), Libor Podmol (CZE) , Rob Adelberg (AUS) und der amtierende Weltmeister Maikel Melero (ESP).

Im Lifeproof Best Whip gab Taka Higashino gleich einen Vorgeschmack auf das Finale und siegte souverän vor dem Newcomer aus Frankreich Nicolas Texier.

Das Finale wurde zum Trick-Showdown, welches Remi Bizouard mit der „Volt“ eröffnete. Doch der dreimalige Weltmeister konnte sich nach dem Run von Maikel Melero gleich wieder vom Hotseat verabschieden. Melero, der den Flair, die California Roll und den Doublegrab Flip sicher sprang konnte den Hotseat übernehmen und verteidigte ihn auch gegen Rob Adelberg, der erstmals in dieser WM nicht auf das Podium kam.

Libor Podmol riskierte wie gewohnt alles im Finale. Doch der Tscheche konnte die Volt erneut nicht stehen und war damit runter vom Podium.

Dann kam Taka Higashino, der sich unbedingt bei der NIGHT of the JUMPs etablieren wollte. Dafür packte der Japaner seine Variante der California Roll und den von ihm erfundenen Rock Solid Flip aus und zeigte zudem mit einem Indy Rock Solid Flip eine NIGHT of the JUMPs Premiere. Leider reichte es trotz Punktgleichheit nicht für den Hot Seat, da Maikel von drei der fünf Judges besser bewertet wurde.

Den Sieg vor heimischer Kulisse holte sich aber David Rinaldo. Für den französischen Weltmeister von 2013 schloss sich damit der Kreis. Vor acht Jahren tauchte der kleine Franzose bei der NIGHT of the JUMPs in Metz das erste Mal auf der Bildfläche auf. 2013 wurde er FIM Freestyle MX World Champion, verletzte sich dabei aber schwer an Hand und Fuß und musste ein Dreivierteljahr pausieren. Topfit präsentierte er sich bereits mit einem Sieg in am letzten Wochenende in Krakau und sicherte sich damit den zweiten Sieg in Folge. Mit California Roll, Double Hartattack Flip, der Volt und dem Rock Solid Flip gebührte ihm allein der Sieg.

Mit dem Triumph in Tours rückt Rinaldo bis auf zwei Punkte an den WM-Führenden Melero heran (abzüglich des Streichergebnisses). Das verspricht Hochspannung für die beiden Schweizer Grand Prix Wettbewerbe in zwei Wochen.