Zwei Tage voller Extremsport gingen am Samstag in Polen zu Ende. Zum Abschlusstag der NIGHT of the JUMPs WM-Contests traf der flugstreikgeplagte David Rinaldo kurz vor Beginn der Qualifikation noch in der Arena Krakau ein. Der Weltmeister von 2013 legte einen echten Kaltstart hin. Ohne Training mit lediglich einem Testsprung pro Rampe direkt vor seinem Run ging er in die Vorrunde. Und was dann passierte war sensationell.

Rinaldo zog fast alle seine Tricks inklusive einem super fetten Double Hartattack Flip. Damit flog er auf Position vier direkt ins Finale. Das gab es noch nie in der Geschichte der FIM Freestyle MX World Championship, dass ein Fahrer ohne Training in die Endrunde kam.

Volt und California Roll: Rinaldo zaubert

Doch damit nicht genug. Im Finale schockte der Franzose die gesamte Konkurrenz als er neben seiner California Roll und dem Double Hartattack Flip im Double-up eine "Volt" sprang. Trickpremiere auf Dirt ohne Training, das schien den aktuellen WM-Leader Maikel Melero am meisten beeindruckt zu haben. Der amtierende Weltmeister hatte gleich zwei Deadsailor in seinem Finale, wodurch er an diesem Abend mit Platz 5 zufrieden sein musste.

David Rinaldo war das Highlight des NotJ-Samstags in Krakau - Foto: NIGHT of the JUMPs
David Rinaldo war das Highlight des NotJ-Samstags in KrakauFoto: NIGHT of the JUMPs

Der gestern bei seinem Volt-Versuch gestürzte Libor Podmol zeigte trotz leichter Blessuren einen guten Qualifikationslauf und erreicht erneut die Endrunde. Bevor er aber hier starten konnte, gab es noch eine kleine Feier für ihn, denn der Tscheche bestritt in Polen seinen insgesamt 100sten WM-Lauf. Das schien den Rekord-WM-Fahrer zusätzlich zu motivieren, den im Double-up versuchte er erneut die "Volt". Und dieses Mal konnte er den Trick sauber landen. Somit ging die Party für ihn mit Platz 2 weiter.

Jetzt hätte nur noch Rob Adelberg, der Sieger der Vorrunde, David Rinaldo abfangen können. Der Australier zeigte auch alle seine Tricks inklusive der California Roll. Doch das sollte an diesem Tag nicht reichen. Er landete auf dem dritten Platz. Damit war die Sensation perfekt. Rinaldo kam, sah und siegte. Und das ohne Training. Die 13.000 Besucher der restlos ausverkauften Krakau Arena feierten die NIGHT of the JUMPs Sportler noch minutenlang nach der Siegerehrung.