Am 19. Juli zerbrach kurz nach 14:36 Uhr ein Nimbus, der sich in der MotoGP über Jahre aufgebaut hatte. Ein Nimbus, der Teil der Legendenbildung des begnadetsten und erfolgreichsten Fahrers unserer Zeit war. Der bis dahin als unzerstörbar geltende Weltmeister Marc Marquez wurde in der 22. Runde des Grand Prix von Spanien nach einer verhängnisvollen Linienwahl über einen Kerb per Highsider von seiner Honda katapultiert. Er schlug auf dem Asphalt auf und als das havarierte Motorrad nach einigen Metern im Kiesbett mit seinem Piloten kollidierte, setzte sich das Metall der Maschine im Knautschzonen-Duell gegen den Körper des Menschen durch. Ein Oberarmknochen brach und mit ihm die vermeintliche Unzerstörbarkeit von Marc Marquez. Bis zu diesem verhängnisvollen 19. Juli in Jerez hatte Marquez 128 MotoGP-Wochenenden in Folge bestritten. Dabei war er zwar 121 Mal gestürzt, aber immer wieder mehr oder weniger unversehrt aufgestanden. Zumindest waren seine Verletzungen nie so schlimm, dass er nicht im nächsten Rennen erneut auf seiner Honda Platz nehmen hätte können. Einen Rekord-Crash mit 337,9 km/h im Jahr 2013 an seinem erst fünften MotoGP-Rennwochenende überstand er ebenso wie üble Highsider im Saisonfinish 2019 in Thailand und Malaysia. Die Konkurrenten schüttelten mehrfach den Kopf über die Strapazierfähigkeit des 1,69 Meter großen Katalanen. Doch Crash Nummer 122 änderte alles. Als sich Marquez im Schotter von Jerez aufsetzte, bemerkte er sofort, dass der rechte Arm nicht mehr zu gebrauchen war. Die Streckenposten mussten ihm den Helm abnehmen, der geschundene Weltmeister wurde auf einer Trage im Krankenwagen abtransportiert, als seine Gegner ihre sportlichen Erfolge auf der Auslaufrunde und im Parc ferme feiern durften.

Noch wusste zu diesem Zeitpunkt niemand, wie schlecht es tatsächlich um den Arm von Marquez bestellt war. Handgelenk? Schlüsselbein? Oder doch wieder einmal die lädierte Schulter? Erst Stunden später traten die Rennärzte Dr. Angel Charte und Dr. Xavier Mir vor die TV-Kameras und äußerten schlimme Befürchtungen. Eine Fraktur des Oberarms wurde bestätigt, ein womöglich bleibender Schaden der Nerven befürchtet. Plötzlich zitterte die gesamte MotoGP-Welt, denn ein Nervenschaden in jenem Arm, der das Gas bedient, könnte zum Karrierekiller werden. Doch schon 48 Stunden später gab es das erste Aufatmen: Nach einer Operation beim MotoGP-Leibarzt Dr. Mir wurde bekanntgegeben, dass der Nervenstrang unbeschädigt war, Marquez aber eine Platte mit zwölf Schrauben auf den Oberarmknochen gesetzt wurde. Was nun folgte war ein Drama in drei Akten, das den Helden auf eine emotionale Achterbahnfahrt schickte. "Am Montag hätte ich noch gesagt, dass es unmöglich ist, das Rennen in Jerez zu bestreiten. Aber am Dienstag hat Dr. Mir bei der Operation ganze Arbeit geleistet, sodass ich schon am Mittwoch körperlich trainieren und in Cervera in Lederkombi auf einem Motorrad sitzen konnte. Da dachte ich, dass es (ein Start in Jerez; Anm.) möglich ist. Ich habe begonnen, mit Honda darüber zu sprechen. Sie wollten mich zwar eher schützen, aber wir haben eine Art Deal vereinbart: Ich durfte es am Samstag versuchen, musste im Gegenzug aber ganz offen zu ihnen sein", sollte Marquez nach dem gescheiterten Comeback-Versuch der internationalen Presse erklären. Tatsächlich sah lange Zeit alles nach einem MotoGP-Wunder aus. Marquez begab sich nur 48 Stunden nach der Operation an die Rennstrecke, wo die Crew von Bruder Alex die schon abgebaute Box Marcs wieder einrichtete. Marquez quälte sich durch die Liegestütze und Koordinationsübungen des medizinischen Checks der Rennärzte und bekam schließlich die Freigabe. Ganze 18 Runden absolvierte er am Samstag im 3. Training, zehn weitere im vierten. Dabei gehörte er zwar zu den langsamsten Piloten, doch seine bloße Anwesenheit flößte seinen Gegnern Respekt ein. Bereits im letzten Versuch des 4. Trainings musste Marquez seine Runde wegen schwindender Kraft aber abbrechen. Ein Schicksal, dass sich rund eine Viertelstunde später im Qualifying wiederholte. Am Ende seiner Outlap steuerte er wieder die Box an, stellte seine Honda ab und verschwand mit dem Helm am Kopf in seinem Renntruck. Dort saß er den Rest des Qualifyings aus, während Honda darüber informierte, dass er am Samstag nicht mehr antreten werde. "Am Morgen habe ich mich sehr gut gefühlt. Am Nachmittag habe ich mich zunächst auch gut gefühlt und konnte ganz normal fahren. Dann bin ich an die Box gefahren und als ich wieder aufgestiegen bin, hat sich von einer Sekunde auf die andere irgendetwas verändert. Vielleicht hat es mit einer Entzündung zu tun oder mit einem eingeklemmten Nerv, aber plötzlich schwoll mein Arm an", erklärte Marquez. "In meinem zweiten Stint ging mir immer wieder die Kraft aus - vor allem in Passagen, wo ich das nicht erwartet habe. In solchen Momenten musst du ehrlich zu dir selbst sein, daher bin ich wieder an die Box gefahren und habe sofort gesagt, was Sache ist, aber auch klargestellt, dass ich in Q1 antreten werde. Ich habe versprochen: Sollte ich in der ersten Runde ein ähnliches Gefühl erneut spüren, komme ich sofort wieder rein. Genau das habe ich im Q1 dann auch gemacht. Ich habe das nicht erwartet. Ich muss mich aber bei allen Ärzten, Physios und Honda bedanken: Ihr habt mir die Chance gegeben, meiner Leidenschaft und meinem Instinkt folgen zu dürfen. Heute Nacht werde ich gut schlafen, denn ich habe alles versucht. Es ging einfach nicht", sagte Marquez als er in Jerez das Feld für seine Konkurrenz räumte und zum ersten Mal seit seinem MotoGP-Aufstieg im Winter 2012/13 nicht an einem Rennen der Königsklasse teilnehmen konnte.

Wenige Tage später analysierte Stefan Bradl im Video-Interview mit Motorsport-Magazin.com, warum es Marc Marquez trotz Bedenken seines Umfelds versucht hat: "Er wusste, dass die Saison kurz ist und er jeden einzelnen Punkt braucht. Da hat er sich gedacht, dass vielleicht etwas möglich ist, sicher nicht der Sieg oder ein Podest, aber vielleicht ein Platz in den Top-10. So hat er es eben am Samstag probiert. Aber es dürften alle Beteiligten die Kräfte ein wenig unterschätzt haben." So hatte Marquez vor allem beim Beschleunigen Probleme, wenn sich die Fahrer an ihre Lenkerstummel klammern, um nicht von den Beschleunigungskräften vom Motorrad gezogen zu werden. Ein großes Hämatom an der kompletten Unterseite des Armes setzte Marquez zusätzlich zu. "Als er gemerkt hat, dass er nicht die volle Kontrolle über das Bike hatte, hat er es auch gut sein lassen und war damit auch zufrieden", so Bradl weiter. "Aber er musste den inneren Hunger stillen, der ihm schon zu acht WM-Titel verholfen hat und der bei Marc immer schon größer war als bei allen anderen. Am Ende konnte er aber sagen: Ich brauche mir nichts vorwerfen, weil ich es wenigstens versucht habe." Man kann sich also vorstellen, wie groß der Ehrgeiz in jenem achtfachen Weltmeister in der Woche nach dem verpassten Rennen in Jerez war. Mit nunmehr 50 Punkten Rückstand auf Fabio Quartararo setzte Marquez alles auf ein Comeback in Brünn. Er postete auf seinen Social-Media-Kanälen Detailaufnahmen seines Oberarms, gab Auskunft über sein Training und bereitete sich eifrig auf das Rennen in Brünn vor. Doch nur zwei Wochen nach der ersten Operation gab es eine Hiobsbotschaft für den Weltmeister, die am 3. August um 21:44 Uhr in die Redaktionen der MotoGP-Welt eintrudelte: "Marc Marquez undergoes second surgery" lautete der Originaltitel der kurzen Mitteilung. Schnell wurde klar, dass somit auch das zweite Comeback gescheitert war und Marquez wohl auf den gesamten Tripleheader mit Brünn und zweimal Spielberg verzichten müsse. Als Grund für die neuerliche Operation gab man lediglich an, dass die eingesetzte Platte beschädigt wurde. Wie genau das geschehen sein soll? Darüber gaben erst drei Tage später Honda-Teamchef Alberto Puig und Bruder Alex Marquez Auskunft. Beim Öffnen einer großen gläsernen Balkonschiebetür soll sich Marc in den Morgenstunden des 3. August den Schaden an der Platte zugezogen haben. Eine offizielle Version, die von vielen Fans hinterfragt wurde, die man aber wohl erst nach dem Ende von Marquez-Karriere verifizieren oder falsifizieren kann. Ob Marquez es mit seinem unbändigen Kampfgeist im Training womöglich übertrieben hat? Ausschließen kann man das nicht.

Für Honda rächte sich mit dem neuerlichen Ausfall von Marquez aber eine Strategie, die vor allem seit der Amtsübernahme von Alberto Puig verfolgt wird. Honda setzte im Hinblick auf die Entwicklung der RC213V in den vergangenen Jahren alles auf die Karte Marquez - und verlor mit dieser Strategie nun zum ersten Mal. Wie abhängig der Hersteller von seinem teuersten Angestellten geworden ist, zeigt die Statistik 2020. Von 21 Podestplätzen im Vorjahr stürzte man auf nur zwei in dieser Saison ab. So schlecht war man in der MotoGP-Ära noch nie. So viel zur Einordnung, wie historisch die Pleiteserie des umsatzstärksten Motorradherstellers der Welt ohne ihren Überflieger Marquez ist. Dieser Trend zeichnete sich schon in der ausklingenden Karriere von Dani Pedrosa ab. Der 31-fache MotoGP-Sieger musste seine Karriere 2018 im Werksteam Repsol Honda ohne Podestplatz beenden, selbiges Schicksal erwischte im Folgejahr den fünffachen Motorrad-Weltmeister Jorge Lorenzo, der seinem Zwei-Jahres-Vertrag sogar vorzeitig durch seinen Rücktritt ein Ende setzte. Die Honda wurde in ihrer Ausrichtung immer radikaler, weil Ausnahmekönner Marquez eben doch gerade noch damit zurechtkam und es für ihn die schnellste Option war. Die Fahrbarkeit wurde Risiko und dem Können eines Mannes ausgeliefert. "Das Konzept der Honda war noch nie so, dass es ein einfach zu fahrendes Motorrad ist", analysierte Bradl im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. "Aber natürlich hat man sich auf das beste Pferd im Stall verlassen und das ist Marc Marquez. Er fährt Weltmeisterschaften ein, also muss man auch auf ihn hören. Er kann die Stärken optimal nutzen, während andere straucheln. Derzeit ist kein anderer Fahrer in der Lage, das Paket so auszureizen wie Marc Marquez." Davon durfte sich Bradl in Brünn selbst ein Bild machen, als er für den MotoGP-Weltmeister in die Bresche springen musste. Nach sechs Monaten ohne Praxis auf der RC213V gab es für den Deutschen nichts zu holen und er wurde im Rennen abgeschlagen Letzter. Chancenlos waren zu diesem Zeitpunkt aber auch sein Teamkollege Alex Marquez, sowie die beiden Honda-Fahrer bei LCR, Cal Crutchlow und Takaaki Nakagami. Kein Wunder, dass bei der Honda-Führungsriege um Puig in diesen Wochen die Nerven blank lagen. So reagierte der knorrige Katalane äußerst patzig auf Fragen nach dem möglichen Comeback-Zeitpunkt von Marc Marquez, verhöhnte seine Gegner sogar mit der Aussage, dass ein WM-Titel in einem Jahr, in dem Marc Marquez verletzt ausfalle, weniger wert sei.

Marc Marquez konnte die MotoGP 2020 nur auf der Couch verfolgen - Foto: Facebook/Marc Marquez
Marc Marquez konnte die MotoGP 2020 nur auf der Couch verfolgenFoto: Facebook/Marc Marquez

2020 könnte aber einen Paradigmenwechsel in der MotoGP eingeläutet haben. Das Ende der scheinbaren Unverwundbarkeit des Marc Marquez stellt auch seine Dominanz in den kommenden Jahren in Frage. Zwar ist er noch immer der schnellste Pilot im Feld, wird dies vielleicht auch nach seinem Comeback bleiben und möglicherweise auch in kommende Saisons als WM-Favorit gehen. Auf die Allzeit-Bestmarke von Giacomo Agostini fehlen nur noch zwei Titel. Doch der Körper des 27-Jährigen zeigt vermehrt Abnutzungserscheinungen. Schulter-Operationen auf beiden Seiten in den beiden vergangenen Winterpausen waren bereits ein erstes Indiz dafür, die drei Oberarm-Operationen sind nun ein weiteres. Mit zunehmendem Alter wird die körperliche Anstrengung beim Bändigen der MotoGP-Monster nicht geringer. Casey Stoner beendete in Marquez' Alter bereits seine Karriere. Bei Marquez kommt erschwerend hinzu, dass er mit seinem aggressiven Fahrstil, der bislang sein Erfolgsgarant war, von seinem körperlichen Einsatz am Limit abhängig ist. Man rufe sich nur all die Saves in Erinnerung, bei denen er mit Armen und Beinen das 160 Kilogramm schwere Motorrad wieder hochdrückt. In solchen Momenten wirken unglaubliche Kräfte auf seine Extremitäten. Seine vielen Stürze sorgen nicht für weniger Stress im geschundenen Körper. Mit 122 Crashes seit 2013 ist er Rekordhalter der MotoGP. Andrea Dovizioso und Valentino Rossi stürzten in diesem Zeitraum dreieinhalb Mal seltener als Marquez. Sein Schnitt liegt bei 0,95 Stürzen pro Rennwochenende, auch das rächt sich irgendwann. In den kommenden vier Jahren bilden Marquez und seine RC213V weiterhin eine Einheit - der entsprechende Vertrag wurde bereits im Februar unterzeichnet. Viele Siege und wohl auch Titel können noch folgen. Doch der Nimbus der Unzerstörbarkeit des Marc Marquez ist ein für alle Mal gebrochen.

Operationen: Marc Marquez unter dem Messer

Januar 2012 - Rechtes Auge: Schon in den kleinen Klassen musste sich Marc Marquez operativen Eingriffen unterziehen. Die vielleicht wichtigste OP seiner Karriere erfolgte im Januar 2012. Wenige Monate zuvor war er in Sepang im Auftakttraining auf einer nassen Stelle der Strecke abgeflogen und hatte sich dabei eine Augenverletzung zugezogen. Die kostete ihn nicht nur seine Titelchance im Saisonfinish 2011, sondern brachte auch seine Karriere an den Rand des Aus. Denn über den gesamten Winter hatte Marquez Sehprobleme. "Ich erinnere mich, wie ich mit der verschobenen Sicht ein Motocross-Motorrad fahren wollte. Das war unmöglich", sagte er später. Mehrere Ärzte wurden aufgesucht, ehe im Januar 2012 eine erfolgreiche Operation durchgeführt werden konnte. Seither hat Marquez sieben weitere WM-Titel eingefahren.

Februar 2014 - Rechtes Wadenbein: Beim Dirt-Track-Training unterlief Marquez im Winter 2014 ein folgenschwerer Unfall: Am 20. Februar - nur einen Monat vor Saisonstart - brach er sich dabei das rechte Wadenbein und musste operiert werden, während seine MotoGP-Kollegen wenige Tage später in Sepang den zweiten Wintertest bestritten. Seine Saisonvorbereitung dürfte die Verletzung aber nicht gestört haben, denn beim Saisonauftakt in Katar zeigte sich Marquez in seiner besten Form und sollte sein erstes von insgesamt zehn Rennen in Folge gewinnen.

April 2015 - Linker kleiner Finger: Nur eine Woche vor dem vierten Saisonrennen 2015 passierte Marquez beim Dirt-Track-Training erneut ein Missgeschick. Nach einem Sturz fuhr ihm ein Freund über die Hand und brach ihm dabei den kleinen Finger der linken Hand. Marquez legte sich unters Messer und holte nur eine Woche später einen zweiten Rang beim Grand Prix von Spanien.

September 2015 - Linke Hand: Ende September war ein Mountainbike-Unfall schuld an einer weiteren Operation. Dabei brach er sich den fünften Mittelhandknochen der linken Hand und unterzog sich einem Eingriff bei Dr. Mir, bei dem ihm eine Platte eingesetzt wurde. Eineinhalb Wochen später trat er damit in Motegi an, wurde dort allerdings nur Vierter und verspielte zum bislang einzigen Mal in seiner MotoGP-Karriere vorzeitig seine Titelchancen.

Dezember 2018 - Linke Schulter: Ende 2018 musste Marquez seinen unzähligen Saves und vielen Stürzen körperlich Tribut zollen. Seine linke Schulter war instabil geworden und sprang in den letzten Rennen des Jahres bereits bei kleinen Belastungen aus dem Gelenk. Deshalb unterzog er sich am 4. Dezember einem Eingriff bei Dr. Mir, der ihm auch zwei Monate später beim Testauftakt in Sepang körperlich noch zusetzte. Bis zum Saisonstart kurierte er sich allerdings aus und verteidigte seinen Titel.

2018 hatte Marquez erstmals mit Schulterproblemen zu kämpfen - Foto: LAT Images
2018 hatte Marquez erstmals mit Schulterproblemen zu kämpfenFoto: LAT Images

November 2019 - Rechte Schulter: Nur ein Jahr nach der linken Schulter war die rechte dran, die er sich gegen Saisonende mehrfach ausgekugelt hatte. Am 27. November durfte Dr. Mir erneut ran. Die Reha lief diesmal aber deutlich schlechter als ein Jahr zuvor, weshalb Marquez beim Testauftakt noch nicht voll fit war. "Die Ärzte haben mich gewarnt, dass bei der Operation Nerven oder Muskeln verletzt werden können. Das ist auch im Vorjahr passiert, aber da waren es Bereiche, die im Hinblick auf die Kraft nicht wichtig waren. Dieses Mal fehlt es mir dadurch aber an Stabilität und daran müssen wir jetzt arbeiten", sagte er damals.

Juli 2020 - Rechter Oberarm: Nach seinem Crash in Jerez, bei dem er sich eine Oberarmfraktur zuzog, musste Marquez eine Platte mit zwölf Schrauben eingesetzt werden. Nur 48 Stunden nach der Operation versuchte er ein Comeback, das er aber nach dem Qualifying aufgeben musste.

August 2020 - Rechter Oberarm zum Zweiten: Zwei Wochen nach der ersten Operation musste Marquez eine zweite über sich ergehen lassen. Da er sich - laut offiziellen Angaben - beim Öffnen einer großen Balkontür die eingesetzte Platte beschädigt hatte, musste diese ausgetauscht und neu verschraubt werden. Daraufhin verlängerte sich seine Zwangspause.

Dezember 2020 - Rechter Oberarm zum Dritten: Da die Heilung im verletzten Oberarm deutlich langsamer als erwartet erhofft, musste sich Marquez einer dritten Operation unterziehen. Ganze acht Stunden lang lag Marquez unter dem Messer. Neben der Entfernung der alten Titanplatte und dem Einsetzen einer neuen wurde ihm auch Knochenmark an der Hüfte entfernt und in den verletzten Oberarm eingesetzt.

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