Mit Platz sieben im ersten Aragon-GP konnte Andrea Dovizioso einmal mehr in dieser MotoGP-Saison nicht glänzen. Da auch seine Titelrivalen nicht groß punkten konnten, hielt er sich aber weiter im WM-Kampf. Nach dem Rennen gab Dovizioso sogar eine vorsichtig optimistische Prognose für das zweite Rennwochenende im Motorland ab. "Ich glaube, dass wir Ducati-Fahrer mehr Luft nach oben haben, als die Konkurrenz", sagte er.

Am Freitag wurde Dovizioso und seinen Kollegen auf der Desmosedici aber vor Augen geführt, dass dem wohl nicht so ist. Danilo Petrucci (17.), Dovizioso (18.), Francesco Bagnaia (19.), Tito Rabat (20.) und Jack Miller (21.) belegten die letzten fünf Ränge der kombinierten Zeitenliste. Johann Zarco war als 13. noch bester Ducatisto.

"Ich hatte erwartet, dass wir uns mehr steigern als die Konkurrenz, aber leider ist genau das Gegenteil passiert", musste Dovizioso feststelle. "Unser Speed ist in etwa gleich wie am vergangenen Wochenende. Wir haben keinen Schritt nach vorne geschafft, aber unsere Gegner haben zugelegt. Die Honda-Fahrer wirken sehr sicher und haben auf dieser Strecke ein sehr gutes Bike. Sie sind schneller als alle anderen. Ihre Pace heute war unglaublich. Die Suzuki scheint auch gut zu funktionieren und schnell zu sein."

Andrea Dovizioso: Abstand zu groß

Im samstäglichen Qualifying erwartet Dovizioso einen Sprung nach vorne in der Zeitenliste. Freudenstürme löst das bei ihm aber nicht aus: "Das heutige Ergebnis entspricht nicht der Realität. Jack, Pecco und ich haben keinen neuen Reifen für eine Time-Attack verwendet. Wir können also am Samstag in der Zeitenliste sicher noch nach vorne kommen, aber der Abstand zur Spitze ist zu groß. Die Top-Ten sind möglich, aber das ist nicht unser Ziel. Wir wollen ganz vorne mitmischen."

Andrea Dovizioso war am Freitag sichtlich ernüchtert - Foto: LAT Images
Andrea Dovizioso war am Freitag sichtlich ernüchtertFoto: LAT Images

Das hält der Vizeweltmeister der vergangenen drei Jahre vor allem am Sonntag für unmöglich. "Was die Pace betrifft, stehen wir im Vergleich mit den schnellsten Fahrern noch schlechter da. Das macht uns heute die größten Sorgen", so Dovizioso. Vor den letzten vier Saisonrennen liegt der Ducati-Star in der Gesamtwertung mit 15 Punkten Rückstand auf dem vierten Rang.