Am Samstag hatte sich Fabio Quartararo mit einer heroischen Leistung wenige Stunden nach einem schweren Sturz inklusive Hüftprellung noch die MotoGP-Pole-Position für den Aragon-GP gesichert. Seine Pace im Rennen schätzte er anschließend als nicht großartig, ein ordentliches Resultat sollte aber dennoch möglich mein, meinte der Franzose.

Es kam aber ganz anders. Zunächst konnte sich Quartararo noch ganz gut halten und beendete die ersten vier Runden jeweils auf dem zweiten Rang hinter seinem Yamaha-Kollegen Maverick Vinales. Doch dann ging es für ihn steil bergab. Quartararo wurde innerhalb kurzer Zeit bis auf den 18. Rang durchgereicht, nur Bradley Smith und Tito Rabat kamen hinter ihm ins Ziel.

Am Sonntagabend erklärte Quartararo, wie es zu diesem Absturz kam: "Es war ein technisches Problem. Der Luftdruck im Vorderreifen war vollkommen außer Kontrolle. Die ersten drei Runden war er ideal, aber dann ist er nach oben geschossen. Da kann man sich ja vorstellen, wie es später im Rennen aussah. Ich kann keine Zahlen nennen, aber es war alles andere als normal. So etwas habe ich noch nie erlebt. Dadurch wurde das Fahren natürlich sehr kritisch. Ich konnte nicht richtig bremsen und das Bike nicht umlegen. Deshalb bin ich auch so oft weitgegangen."

Quartararo und Petronas Yamaha auf Fehlersuche

Wieso der Luftdruck derart außer Kontrolle gelingt, konnte man bislang noch nicht herausfinden. "Das Team wird jetzt genau analysieren. Hoffentlich können wir es für das nächste Rennen lösen", meinte Quartararo. Am Freitag geht es im Motorland Aragon ja bereits mit dem zweiten Event, das offiziell als Grand Prix von Teruel firmiert, weiter.

Am Freitag gibt Quartararo bereits wieder in Aragon Gas - Foto: MotoGP.com
Am Freitag gibt Quartararo bereits wieder in Aragon GasFoto: MotoGP.com

Für Quartararo war es übrigens nicht das erste Mal, dass ihm zu hoher Luftdruck im Vorderreifen ein Rennen zunichtemachte. Auch im Vorjahr beim Malaysia-GP ereilte ihn ein derartiges Problem. "Wir haben vorne einen zu hohen Luftdruck gewählt. Ich konnte einfach nicht richtig bremsen, das war das größte Problem. Ich bin in den Bremszonen immer weit gegangen oder musste schon sehr früh bremsen", sagte er damals. Worte, die sehr an die am Sonntag in Aragon erinnerten.

In der Weltmeisterschaft verlor Quartararo so seine Führung an Joan Mir, der Dritter wurde. Sechs Punkte fehlen ihm nun auf den Suzuki-Piloten.