Einen weiteren Rückschlag auf Phillip Island musste Stefan Bradl am Samstag hinnehmen. Der Deutsche tat sich mit seiner Aprilia RS GP weiterhin schwer auf der australischen Hochgeschwindigkeitsbahn. Im dritten und vierten freien Training schaffte es Bradl jeweils nur auf Position 22 und verpasste damit den Sprung in die Top-20. Auch im Qualifying sah es für den Deutschen nicht viel besser aus.

Bei der finalen Zeitenhatz im ersten Qualifying-Segment war Bradl diesmal bei der Entscheidung um die zwei Fahrkarten für Q2 außen vor. In Q1 erreichte Bradl in 1:30.634 nur die elftbeste Zeit, was gleichbedeutend mit Platz 21 ist. Die Bestzeit von Marc Marquez, aufgestellt in Q2, war über zwei Sekunden schneller als Bradls persönlicher Bestwert - Galaxien in der so ausgeglichenen MotoGP 2015!

Stefan Bradl schlägt sich mit den Open-Bikes herum - Foto: Milagro
Stefan Bradl schlägt sich mit den Open-Bikes herumFoto: Milagro

Bradl bleibt nur noch Datenanalyse

Wie schon am Freitag begleiteten Bradl in den freien Trainings und im Qualifying üble Probleme mit dem Grip am Hinterreifen, weshalb der Deutsche nicht wie gewohnt ans Limit gehen konnte. "Bis jetzt war das Wochenende schwieriger als erwartet. Heute haben wir weitere Veränderungen am Bike vorgenommen, um ein besseres Gefühl für den Hinterreifen zu bekommen, aber haben dabei leider keinerlei Fortschritte gemacht", seufzt Bradl.

Nicht gerade die besten Voraussetzungen für ein gutes Rennen. Dort hat Bradl bekanntlich gegen Ende der Renndistanz sowieso stets Probleme, seine Pace zu halten. "Alles was wir jetzt noch tun können ist, uns die Daten anzuschauen und zu analysieren, damit wir eine Lösung finden, die es mir erlaubt, im Rennen morgen konkurrenzfähiger zu sein", blickt Bradl mit Zweckoptimismus nach vorne.

Bautista erfreut über gute Pace

Im teaminternen Zweikampf hatte daher Alvaro Bautista auch am zweiten Tag auf Phillip Island die Oberhand. Der Spanier war als 18. des Qualifyings eine halbe Sekunde schneller als Bradl. Allerdings fehlte auch eine halbe Sekunde zum Einzug in Q2. Dennoch, Bautista ist zufrieden: "Uns fehlt nur eine halbe Sekunde zum Einzug in Q2, das ist nicht schlecht. Wenn es noch Verbesserungsspielraum gibt, dann in Sachen Rennpace", so ein erfreuter Bautista.

"In FP3 und FP4 sind wir mit gebrauchten Reifen gefahren. Ich kann bis zu 20 Runden lang eine sehr konstante Pace gehen, danach gibt es einen leichten Drop", führt Bautista weiter aus. "Im Warm Up werden wir hauptsächlich daran arbeiten, unsere Pace zu verbessern. Dann im Rennen wird ein guter Start wichtig sein und in den ersten Runden muss ich pushen, um mit der Gruppe vor mir mithalten zu können.