Luis Salom, mit vollem Namen Luis Jaime Salom Horrach, aber eher unter seinem Spitznamen El Mexicano bekannt, wurde am 7. August 1991 in Palma de Mallorca geboren und nahm bereits mit acht Jahren am Balearen-Cup auf 50ccm-Bikes teil, den er prompt gewann. Mit 13 Jahren stieg er 2005 in die 125er-Klasse auf und gewann auch diese zwei Mal hintereinander, so dass er 2007 in die spanische Meisterschaft aufsteigen konnte. Schon in seiner ersten Saison holte er in Katalonien einen Podiumsplatz. Gleichzeitig nahm er 2007 und 2008 am Red Bull Rookies Cup teil.

Luis Salom stieg 2009 in die 125er-Weltmeisterschaft ein - Foto: Milagro
Luis Salom stieg 2009 in die 125er-Weltmeisterschaft einFoto: Milagro

Nachdem er 2008 vier Siege im Rookies Cup holte und im Gesamtklassement den zweiten Rang einnahm, durfte er 2009 als Ersatz für Simone Corsi in die WM einsteigen. Bereits als Rookie konnte er in Donington einen sechsten Platz holen. Die ersten Podiumsplätze gelangen ihm 2011 in seiner dritten WM-Saison, die er mit 116 Punkten als Achter abschloss.

Die erfolgreichsten Jahre kamen für Salom mit der Einführung der Moto3-Kategorie: 2012 wurde er mit zwei Siegen und acht Podien WM-Zweiter, 2013 holte er sogar sieben Siege und zwölf Podien und kämpfte bis zum letzten Rennen in Valencia mit Maverick Vinales und Alex Rins um den Titel. Spätestens ab dieser Saison galt er als eines der größten Nachwuchstalente im Motorrad-Rennsport, so dass ihm das spanische Paginas Amarillas-Team von Sito Pons 2014 den Aufstieg in die Moto2 ermöglichte. Prompt holte er als Rookie wieder zwei Podien und kam auf den achten Platz im Gesamtklassement. Sein Teamchef Pons beschrieb ihn damals: "Er ist schnell, ehrgeizig, kämpferisch und ein Naturtalent darin, ein Motorrad zu fahren."

Salom stand zuletzt in Katar auf dem Podium - Foto: SAG
Salom stand zuletzt in Katar auf dem PodiumFoto: SAG

Die Saison 2015 lief für Salom nicht wünschenswert, er musste einige Rückschläge und Stürze verkraften und verletzte sich nach einem Crash mit Jonas Folger in Barcelona, so dass er zum ersten Mal seit 2010 kein Podium holen konnte und nur auf den 13. WM-Rang kam. Für 2016 wechselte er daraufhin zum SAG Racing Team und konnte in Katar als Zweiter erneut einen Podiumserfolg feiern. Zu Tränen gerührt dankte er seiner Familie, die auch in schweren Zeiten zu ihm hielt. Insgesamt errang Luis Salom in seiner WM-Karriere neun Siege und 25 Podien.