Turbulentes aber im Gesamtbild zufriedenstellendes Rennwochenende für Dirk Lauth auf dem Lausitzring. Bei seinem Heimspiel erreichte der Berliner in den beiden Rennen der MINI Trophy jeweils die Top-Ten. Im äußerst engen Qualifying am Freitagabend knabberte der MINI-Pilot mit dem elften Startplatz bereits an den Punkterängen. Vor 15.300 Zuschauern erlebte Lauth anschließend zwei ereignisreiche, durchwachsene Rennen.

Beim Heimrennen waren viele Freunde vor Ort - Foto: MINI Trophy
Beim Heimrennen waren viele Freunde vor OrtFoto: MINI Trophy

Nach einem gelungenen Start im ersten Rennen am Samstag geriet er schon wenige Kurven später mit einem Kontrahenten aneinander, der nach einem Verbremser rücksichtslos zurück auf die Ideallinie schwenkte. Während sich dieser von der Strecke drehte, konnte Lauth den von 'wraparts.com' designten, orangenen 'Flying Panther'-MINI auf den zehnten Rang fahren. "Nach der Kollision in der dritten Kurve musste ich mit einem auf der Vorderachse extrem verstellten Auto zurechtkommen", merkte der Berliner jedoch an. In dem 30-minütigen Rennen ging es aus diesem Grund nicht mehr nach vorne, so dass es beim zehnten Platz blieb.

Turbulentes Rennen am Sonntag

Am Sonntag erlebte Dirk Lauth erneut ein turbulentes Rennen. Wie schon am Vortag erwischte der Berliner einen guten Start, geriet dann jedoch ins Visier einer Konkurrentin, die in der dritten Kurve zunächst heftig ins Heck des MINI mit der Startnummer 44 fuhr und diesen stark lädierte, um ihn anschließend eingangs der Gegengeraden mit voller Wucht zu drehen. Anders als am Samstag rutschte er dadurch bis auf die letzte, die 17. Position, zurück. "Mein Auto war stark beschädigt, die Spur verstellt, zahlreiche Teile schliffen am Fahrzeug und ich hatte extrem zu kämpfen", lautete das enttäuschende Fazit Lauths.

Dennoch: Eine fulminante Aufholjagd brachte den Berliner bis auf die neunte Position nach vorne, bevor ihn ein Dreher in der ersten Kurve erneut ans Ende des Feldes zurückwarf. "Teile des Unterbodens hatten sich beim Anbremsen gelöst und gelangten unter die Hinterachse, wodurch der Grip verloren ging - keine Chance in diesem Moment das Fahrzeug zu halten. Aber ich hoffe, dass ich den zahlreich angereisten Freunden und Fans wenigstens eine tolle Show geliefert habe", erklärte Dirk Lauth mit einem zwinkernden Auge. Kämpferisch gab er nicht auf, mit vielen Überholmanövern belegte er bei seinem Heimspiel schließlich den neunten Rang.

In der Gentlemen-Wertung liegt Lauth nun auf dem zweiten Rang (Gesamt P7), 23 Punkte hinter seinem Teamkollegen Steven Fürsch, der ebenfalls für Racing4Friends ins Lenkrad greift. In vier Wochen (27. bis 29. September) finden auf dem Hockenheimring die letzten beiden Saisonläufe der MINI Trophy 2013 statt. "Dort heißt das Ziel zum Saisonabschluss noch einmal Podium bzw. Gentlemansieg", gibt sich Lauth kämpferisch. Jedem, der nicht direkt an der Rennstrecke die spannenden Rennen verfolgen kann, bietet die MINI Trophy mit dem Live-Stream auf www.MINI-Trophy.de die Möglichkeit, trotzdem hautnah dabei zu sein. Die Highlights der Rennen werden nach der Veranstaltung im Rahmen des ADAC GT Masters Magazins auf kabel eins, N24 und Sport1 gezeigt.