Am vergangenen Wochenende startete die MINI Trophy auf dem 3,618 Kilometer langen Nürburgring. Thomas Tekaat (Besaplast Team Dombeck) und Jürgen Schmarl (Team Fast Forward) waren auf der Traditionsstrecke nicht zu schlagen. Der 37 Jahre alte Schmarl, Champion der MINI Trophy 2012, baute seine Führung in der Fahrerwertung weiter aus.

Die Piloten der MINI Trophy boten den 15.000 Zuschauern bei teils sommerlich heißen Temperaturen und schönstem Sonnenschein Motorsport vom Feinsten. Im ersten Rennen setzte sich Thomas Tekaat vom Start weg in Führung, gefolgt vom brasilianischen Gaststarter Vitor Genz (Ser Glas Brasil) und von Steve Kirsch (Frensch-Power-Motorsport). Während sich die beiden Frontrunner aus dem Staub machten, musste Kirsch hart kämpfen, denn Verfolger Jürgen Schmarl ließ nicht locker.

Jürgen Schmarl war nicht zu stoppen - Foto: racevision.de
Jürgen Schmarl war nicht zu stoppenFoto: racevision.de

Ebenso spannend war auch die Auseinandersetzung um Rang fünf, in die MINI Trophy-Neuling Lennart Marioneck (HTC One MINI Racing Team) und Andre Fleischmann (Team Fast Forward) involviert waren. Schmarl packte seinen Widersacher in Runde acht, während Fleischmann erst im letzten Umlauf einen Weg vorbei an Marioneck fand. An der Spitze war schon vorher alles klar, Thomas Tekaat gewann vor Vitor Genz, der seinen Auftritt in der deutschen MINI TROPHY sichtlich genoss.

Der Brasilianer erhielt als Sieger der MINI Challenge Brasil 2012 den Gastauftritt in der Eifel, während sich Lennart Marioneck, der auch im ADAC GT Masters startet, nun zusätzlich noch in der MINI Trophy eingeschrieben hat und die restlichen Rennen bestreiten wird. Der Förderkandidat der ADAC Stiftung Sport hat sich bereits am ersten Wochenende prima eingelebt.

Das wollte der 24-jährige Student aus Bamberg auch im zweiten Lauf beweisen, doch sein Start erfolgte etwas zu früh, was ihm eine Durchfahrtsstrafe einbrachte. Damit erbte Jürgen Schmarl Rang eins und setzte sich direkt von seinem Verfolger Andre Fleischmann ab. Steve Kirsch hatte zu diesem Zeitpunkt Rang drei inne, aber dem Chemnitzer KFZ-Mechaniker sollte noch ein heißes Rennen bevorstehen. Vitor Genz und Thomas Tekaat übten permanent Druck auf ihn aus. In Runde 15 presste Genz sich auf rustikale Art an Kirsch vorbei, was die Rennleitung nicht tolerierte. Sie bestrafte den Brasilianer mit 30 Strafsekunden, die ihn auf Rang acht zurückwarfen. Steve Kirsch freute sich so doch noch über Rang drei hinter Jürgen Schmarl und Andre Fleischmann.

Littig bester Gentleman

Bester Gentleman war in beiden Rennen Henry Littig (Besaplast Team Dombek) vor Steven Fürsch (Racing 4 Friends), der in der Gentlemanwertung (Fahrer ab einem Alter von 40 Jahren) zurzeit auf Rang eins notiert wird. Am Sonntag musste er sich erst in der letzten Runde seinem Rivalen Littig geschlagen geben. Mit Bernhard Wagner (Frensch-Power-Motorsport) durfte sich ein weiterer Gentleman freuen: Er erhielt als Zehnter des ersten Rennens den MINI Trophy Wanderpokal, einen MINI John Cooper Works, den er nun bis zum nächsten Rennwochenende behalten darf.

Auch neben der Rennstrecke wurde einiges geboten. Das gesamte Wochenende auf dem Nürburgring stand unter dem Motto GREAT Britain. Der GREAT Britain MINI, ein speziell gestalteter MINI, der aktuell durch Deutschland tourt und britischen Lifestyle vermittelt, machte Station am Nürburgring und war sowohl Blickfang im Fahrerlager als auch Führungsfahrzeug bei den Rennen und dem MINI Korso. Sogar die MINI Trophy Lounge wurde auf britisch getrimmt, die Musikauswahl und das Büffet weckten die Sehnsucht nach der britischen Insel, die Heimat des MINI. Und so durften auch Fish and Chips nicht fehlen, die – wie es die Tradition verlangt – in Zeitungspapier serviert wurden. Beim MINI Trophy Korso führte außerdem der GREAT Britain MINI rund 50 Besitzer eines MINIs mit Straßenzulassung über den Nürburgring.