Martin Bauer hat auf seiner KTM RC8R den Saisonauftakt der IDM Superbike auf dem Lausitzring dominiert. Am Osterwochenende holte sich der Österreicher in Brandenburg gleich einmal den Doppelsieg und startete damit optimal in die Saison. Und das ist für den zweifachen IDM Superbike-Meister ein gutes Zeichen, denn in den letzten drei Jahren wurden jeweils die Piloten Champion, die beim Saisonauftakt beide Rennen gewannen: 2008 Bauer, 2009 Jörg Teuchert und letztes Jahr Karl Muggeridge.

Und damit sind schon zwei weitere Namen gefallen, die man in Oschersleben auf der Rechnung haben muss. Teuchert zum Beispiel. Der konnte im letzten Jahr an gleicher Stelle je einen Lauf gewinnen und einen als Zweiter beenden - im Wechsel mit Bauer. Damit ist schon einmal belegt, dass die beiden Altmeister wieder für Großes in Frage kommen. Momentan rangiert der Yamaha R1-Pilot allerdings nur auf dem achten Gesamtrang der Superbike-Klasse, in der Lausitz lief es mit zwei siebten Rängen etwas verhalten an.

Die Podestplätze in der IDM Superbike sind hart umkämpft - Foto: Toni Börner
Die Podestplätze in der IDM Superbike sind hart umkämpftFoto: Toni Börner

Rein von der Tabelle her muss man auch Dario Giuseppetti aus Berlin auf der Rechnung haben. Mit seiner Ducati 1098R war er beim Saisonauftakt zur Pole gestürmt und war in beiden Läufen der Einzige, der Bauer wirklich unter Bedrängnis setzen konnte. In der Lausitz stand Giuseppetti zwei mal als Zweiter auf dem Podest, allerdings stapelt man in der Truppe von Teamchef Denis Hertrampf tief. "In Oschersleben haben wir mit unserer Ducati leider ein Handicap, da wir nicht so viele Übersetzungsmöglichkeiten haben", so Giuseppetti vor dem Wochenende, der auch noch an einer Nebenhöhlenentzündung laboriert.

Muggeridge startet zum Heimrennen seines Holzhauer Racing Promotion Teams durch. Letztes Jahr holte er im zweiten Lauf in Oschersleben den dritten Platz, doch mit der Startnummer eins an der Honda CBR1000RR hat er nur ein klares Ziel: Gewinnen. Besonders, weil er mit den Plätzen vier und drei auf dem Lausitzring Schadensbegrenzung betreiben musste. Dort war er im Samstag im Abschlusstraining gestürzt und war hart mit dem Kopf aufgeschlagen. Trotzdem biss sich der Australier durch die Rennen.

Die Liste der weiteren potenziellen Sieger ist noch viel länger. Die Inghart KTM-Teamkollegen Stefan Nebel und Matej Smrz haben schon gezeigt, dass sie ganz vorn an der Spitze mitkämpfen können und sowohl der Deutsche als auch der Tscheche brennen auf einen IDM-Sieg.

Stefan Nebel muss man immer auf der Rechnung haben - Foto: Toni Börner
Stefan Nebel muss man immer auf der Rechnung habenFoto: Toni Börner

Die Liste für Podestanwärter ist noch viel länger. Damian Cudlin lieferte als amtierender Supersport-Meister in der Lausitz einen glänzenden Einstand bei den "Großen", hatte aber etwas Pech bei der Reifenwahl. Doch aus Fehlern lernt man und der Australier wird diese Mal vielleicht auf die Erfahrung seines Teamchefs Werner Daemen bauen. Auch der Österreicher Michael Ranseder ließ in der Lausitz sein Talent in der Superbike-Klasse aufblitzen und könnte für das Podium in Frage kommen.

Weiterhin ist Roman Stamm zu nennen. Der Schweizer Suzuki-Pilot ist als Regenspezialist bekannt und konnte im Nassen in Oschersleben schon auf dem Podium stehen. Und auch wenn für dieses Wochenende nur Sonnenschein angesagt ist, kann sich das Wetter in der Börde schnell ändern. Stamm hat hinzu aber auch noch die Probleme aus den Trainings in der Lausitz an seiner GSX-R1000 in den Griff bekommen und kann daher nun in den Qualifyings angreifen. Und dann könnte für ihn auch im Trockenen etwas drin sein.