Der Italiener Giacomo Ricci hat das Saisonfinale der GP2 Asia Meisterschaft in Bahrain gewonnen. Der DPR-Pilot fuhr in den 20 Rennrunden einen Vorsprung von rund fünf Sekunden auf Sam Bird heraus. Der dritte Platz ging an Alvaro Parente aus Portugal, dahinter landete der neue Meister Davide Valsecchi auf dem vierten Rang.

Schon vor dem eigentlichen Start musste Edoardo Piscopo, der nach Platz acht am Vortag von der Pole-Position starten sollte, die Segel streichen. Auf dem Weg in die Startaufstellung verlor der Italiener sein rechtes Hinterrad und musste seinen Boliden am Streckenrand abstellen. Aber auch Javier Villa, der wenig später alleine in der ersten Startreihe stand, blieb nicht vom Pech verschont: er würgte beinahe seinen Motor ab und verlor auf dem Weg in die erste Kurve viele Plätze.

Die Führung übernahm bereits nach wenigen Metern Giacomo Ricci. Innerhalb von ein paar Runden setzte sich der Italiener von seinen Verfolgern ab, schließlich musste er gewinnen und die schnellste Rennrunde fahren, um Luca Filippi in der Meisterschaft noch abzufangen und Zweiter in der Gesamtwertung zu werden.

Rossi kämpft gegen Valsecchi

Von spannenden Zweikämpfen und Duellen war in der ersten Rennhälfte nicht viel zu sehen. Mit Respektabstand folgten Sam Bird und Alvaro Parente dem Spitzenreiter auf den Rängen zwei und drei, dahinter wurde Davide Valsecchi von Alexander Rossi und Charles Pic verfolgt.

Der letztgenannte Franzose verabschiedete sich acht Runden vor dem Ziel aus dem Kampf um die letzen Punkte. Mit Problemen am linken Vorderreifen musste er die Boxengasse ansteuern und den beschädigten Pneu wechseln, bevor es weitergehen konnte.

Kurz vor dem Ziel ging es auf der Strecke dann doch noch zur Sache. Rossi attackierte Valsecchi in der ersten Kurvenkombination, zog auf der Außenbahn aber den Kürzeren und kam kurz vom rechten Pfad ab. Letztlich begnügte sich der US-Amerikaner mit dem fünften Platz, den letzten Punkt holte sich Javier Villa als Sechster.

Obwohl er in der letzte Runde noch einen Platz an Yelmer Buurman verlor und nur Achter wurde, durfte sich Luca Filippi nach seinem Sieg am Vortag über die Vizemeisterschaft freuen. Ricci gewann zwar das Rennen, verfehlte aber die schnellste Rennrunde. Beide Italiener kamen nach acht Rennen auf die selbe Punktzahl, Filippi holte allerdins einen zweiten Platz mehr.