Luca Filippi hat mit einer souveränen Leistung das siebte Rennen der GP2 Asia in Bahrain gewonnen. Auf dem über sechs Kilometer langen Wüstenkurs führte der Italiener vom Start bis zum Ziel und sicherte sich zum ersten Mal in dieser Saison zehn Punkte. Ebenfalls auf das Podest durften Davide Valsecchi und Charles Pic klettern.

Den besten Start in das 29 Runden lange Rennen erwischte Luca Filippi. Von der Pole-Position aus hatte der Italiener keine Probleme, als Erster in die erste Kurve einzubiegen und die Führung zu übernehmen. Auf Rang zwei reihte sich Davide Valsecchi ein - der neue Meister kam zwar nicht so gut weg wie Alvaro Parente, quetschte sich beim Anbremsen aber zwischen dem Portugiesen und Charles Pic hindurch.

An der Spitze baute Filippi seinen Vorsprung in den ersten fünf Runden auf 2,5 Sekunden auf, auch Valsecchi verschaffte sich nach hinten eine kleine Lücke. So war es auch kein Wunder, dass das italienische Duo auch nach den obligatorischen Boxenstopps auf den Rängen eins und zwei lag, auch wenn sich Valsecchi nur knapp gegen Pic durchsetzte, der einige Runden früher stoppte.

Bianchi & Turvey im Fokus

Für die Überholmanöver sorgten derweil Oliver Turvey und Jules Bianchi. Turvey hätte eigentlich von der dritten Position starten sollen, würgte dann aber seinen Motor ab und musste aus der Boxengasse starten. Bis zur Zieldurchfahrt schaffte er es aber noch bis auf den neunten Rang. Bianchi lag lange Zeit auf dem siebten Rang, drehte nach seinem Boxenstopp aber auf und überholte Javier Villa für Platz sechs. Nur eine Runde später kassierte der Franzose auch Giacomo Ricci und war damit schon Fünfter.

Als nächstes machte Alvaro Parente mit dem Meister der Formel 3 Euro Serie Bekanntschaft. Diesmal kam Bianchi allerdings nicht so schnell an seinem Vordermann vorbei, auch wenn er die zwischenzeitlich schnellste Rennrunde drehte. Selbst von einer Safety-Car-Phase, die Christian Vietoris auslöste, ließ sich Parente nicht aus der Ruhe bringen und brachte den vierten Platz ins Ziel. Stattdessen fiel Bianchi nach dem Restart bis auf Platz zehn zurück. Die Punkteränge hinter Parente komplettierten Giacomo Ricci, Sam Bird, Javier Villa und Edoardo Piscopo.

Die deutschsprachigen Fahrer kamen, wie bereits im Qualifying, auf keinen grünen Zweig. Fabio Leimer schied bereits nach einigen Runden aus, während Christian Vietoris beim Boxenstopp einige Sekunden verlor, weil ein Schlagschrauber klemmte. Trotzdem lag er noch auf dem achten Platz, als er beim Überrunden mit Plamen Kralev kollidierte und das Handtuch werfen musste.