Jules Bianchi hat das Auftaktrennen der GP2 Asia in Abu Dhabi gewonnen. Auf dem verkürzten Yas Marina Circuit gewann der Franzose zunächst den Start und gab die Führung danach nicht mehr ab. Knapp hinter Bianchi kam Romain Grosjean ins Ziel, der von der Pole-Position in das Rennen gegangen war.

Die Saison begann gleich mit einem großen Knall. Während sich Jules Bianchi auf dem Weg zur ersten Kurve die Führung von Romain Grosjean schnappte, würgte Dani Clos den Motor ab. Die meisten Fahrer registrierten das stehenden Fahrzeug rechtzeitig, nur Luiz Razia krachte voll in das Hindernis und überschlug sich vor seinem Einschlag in die Leitplanke beinahe.

Zunächst schickte die Rennleitung das Safety-Car auf die Strecke und leitete das restliche Feld durch die Boxengasse, am Ende der dritten Runde entschied man sich allerdings dazu, das Rennen zu unterbrechen. Zu viele Trümmerteile waren über die gesamte Strecke verteilt worden, denn auch auf der Gegengeraden hatte es gekracht.

Romain Grosjean lag nur wenige Meter in Führung - Foto: GP2 Asia Series
Romain Grosjean lag nur wenige Meter in FührungFoto: GP2 Asia Series

Den folgenden Restart entschied Jules Bianchi ebenfalls für sich, hinter dem Franzosen reihten sich Grosjean, Davide Valsecchi und Giedo van der Garde ein. Trotz eines kleinen Fahrfehlers konnte Grosjean den Druck auf Bianchi in der Anfangsphase aufrecht erhalten, der Abstand zwischen den beiden Franzosen war kaum größer als eine Sekunde.

Einen früheren Boxenstopp konnte Grosjean nicht nutzen. Der Dams-Pilot kam eine Runde vor Bianchi zum Reifenwechsel herein, würgte seinen Motor aber beinahe ab und verlor dann hinter Max Chilton einige Zeit. Und trotzdem: Über drei Sekunden Rückstand holte Grosjean blitzschnell wieder auf.

Auch hinter dem unermüdlich kämpfenden Duo an der Spitze tat sich nicht viel. Vorjahres-Meister Davide Valsecchi hatte den dritten Platz auf dem Podium sicher, nur Marcus Ericsson schaffte es in der letzten Runde noch an Giedo van der Garde vorbei. Die Plätze sechs und sieben gingen an Josef Kral und Sam Bird, den letzten Punkt und die Pole-Position für das zweite Rennen am Samstag sicherte sich Max Chilton als Achter. Die Top-10 komplettierten Stefano Coletti und Charles Pic.