Das erste Qualifying der GP2-Saison war eine französische Angelegenheit, schließlich landeten zwei französische Fahrer aus zwei französischen Teams auf den ersten beiden Plätzen. Auf dem Yas Marina Circuit holte sich Romain Grosjean mit vier Sekunden Vorsprung auf Jules Bianchi die Pole-Position.

"Das fühlt sich richtig gut an, denn während der Testfahrten lief nicht immer alles rund", so Grosjean nach dem gelungenen Auftakt der GP2 Asia-Saison. "Das neue Auto sorgt für eine große Herausforderung und man muss es erst richtig verstehen, bevor man alles richtig hinbekommt."

Die nächste Unbekannte gibt es gleich im morgigen Rennen: Niemand weiß, wie sich die neuen Pirelli-Reifen mit dem neuen Auto über eine längere Distanz unter Rennbedingungen verhalten werden. "Da ist es immer gut, wenn man schon einmal auf der Pole-Position steht", ist sich Grosjean sicher.

Auch Bianchi erwartet einen hohen Reifenverschleiß - Foto: GP2 Series
Auch Bianchi erwartet einen hohen ReifenverschleißFoto: GP2 Series

"Der Schlüssel zum Erfolg wird die Konstanz sein", denkt der Dams-Pilot. Die Strategie hält er nicht mehr für so wichtig wie in den Jahren zuvor. "Wir haben alle Probleme mit dem Reifenverschleiß, es sollte also niemand in der zweiten Runde stoppen und das Rennen dann mit einem Reifensatz zu Ende fahren."

Mit Jules Bianchi steht ein Landsmann von Grosjean in der ersten Startreihe. Der ehemalige Meister der Formel 3 Euro Serie hat immerhin schon ein Jahr GP2-Erfahrung auf dem Buckel und will am Freitag seinen ersten Sieg holen. "Leider habe ich im Qualifying ein paar Fehler gemacht", ärgerte sich Bianchi.

Was für eine Strategie man bei Lotus ART fahren wird, kann oder will Bianchi noch nicht verraten. "Die Strategie wird davon abhängen, was während des Rennens passiert", so der Franzose. "Wir wissen, dass der Reifenverschleiß hoch ist. Aber das Problem haben alle. Erstmal müssen wir den Start abwarten, dann die erste Runde. Und was dann passiert, weiß ich auch nicht..."