Die GP2 Asia hat es nicht leicht auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi. Gestern wurde ihnen fast der gesamte Vormittag genommen, da die Strecke nach einem Sandsturm voller Dreck war. Heute konnte man erst mit einer Stunde Verspätung in den Testtag starten, diesmal war der Nebel schuld. Erst als die Sonne hervorkam, konnten die Teams ihre Fahrer auf die Strecke schicken.

Bis zur Mittagspause gab Jules Bianchi das Tempo an. Der Ferrari-Junior fuhr eine Rundenzeit von 1:50.007 Minuten und lag damit eine halbe Zehntelsekunde vor Giedo van der Garde. Mit 27 Runden war Bianchi zunächst auch der fleißigste Pilot.

Nach einer einstündigen Pause wendete sich das Blatt an der Spitze allerdings. Ausgerechnet Sam Bird, der ehemalige Teamkollege von Bianchi, knackte als erster Pilot die Marke von 1:50-Minuten, konnte sich aber nicht bis zum Schluss an der Spitze halten.

Die absolute Bestzeit des Tages fuhr Giedo van der Garde, der für seine schnellste Runde lediglich 1:48.499 Minuten benötigte und damit eine Zehntel schneller war als Oliver Turvey auf seiner Pole-Runde beim Saisonfinale 2010 - das neue Auto funktioniert also schon sehr gut.

Hinter dem Niederländer reihten sich Sam Bird und Jules Bianchi ein, die es ebenfalls unter die Marke von 1:49 schafften. Romain Grosjean, der am Vortag die schnellste Zeit fuhr, fiel heute hinter Charles Pic, Davide Valsecchi und Josef Kral auf die siebte Position zurück. Der Augsburger Johnny Cecotto belegte am Vormittag den 16. Platz, am Nachmittag verbesserte er sich um eine Position.