Vom 03. bis 07. Juli war das Rennteam zu Gast in Silverstone um mit dem F0711-8 den ersten Wettbewerb zu bestreiten. Das Resultat mit Gesamtrang drei kann durchaus als Erfolg gewertet werden, zumal mit Zürich und Zwickau nur zwei Elektrofahrzeug vor dem Verbrenner aus Stuttgart waren.

Zuvor war das Team in Michigan erfolgreich - Foto: Rennteam Uni Stuttgart
Zuvor war das Team in Michigan erfolgreichFoto: Rennteam Uni Stuttgart

In den statischen Disziplinen erreichte das Rennteam Stuttgart Platz 4 im Businessplan, Platz 18 im Cost-Report und ebenfalls Platz 4 in den Design-Finals. Bei den dynamischen Disziplinen stand beim Acceleration am Ende ein 10. Platz zu Buche. In dieser Disziplin waren die Elektrofahrzeuge eine Übermacht und das GreenTeam konnte mit ihrem Allradler den Acceleration gewinnen. Beim Skidpad bewies der 11-8 dann zum ersten Mal sein Potenzial und sorgte für den zweiten Sieg eines Stuttgarter Autos bei den dynamischen Disziplinen.

Am Samstagnachmittag stand dann das Sprint-Event auf dem Plan. Wegen Problemen mit dem Kraftstoffdruck konnten nur zwei Runs gefahren werden und lediglich ein 13. Platz erreicht werden. Als Folge dessen musste am Sonntag beim Endurance hinter tendenziell langsameren Teams gestartet werden. Beim ersten Run verlief die Aufholjagt ziemlich erfolgreich und es wurde nur wenig Zeit beim Überholen anderer Autos verloren. Nach dem Fahrerwechsel hatte das Rennteam aber leider nicht so viel Glück und musste teils lange hinter langsameren Fahrzeugen hinterherfahren und stand aufgrund eines technischen Defekts eines vorherfahrenden Fahrzeugs rund 20s. Am Ende stand trotzallem ein hervorragender 3. Platz beim Endurance Rennen und damit auch Gesamtrang 3 bei der Formula Student in Silverstone.

Auch Formel-1-Größen besuchten die Formula Student - Foto: Rennteam Uni Stuttgart
Auch Formel-1-Größen besuchten die Formula StudentFoto: Rennteam Uni Stuttgart

Silverstone hat aber auch gezeigt, dass in diesem Jahr sehr viele Teams das Potenzial haben vorne mitzufahren! Bei den Elektroteams sind da neben den beiden Podiumsplatzierten Zürich und Zwickau auch Delft, Karlsruhe E und das GreenTeam zu nennen. Alle drei mussten wegen technischen Defekten im Endurance ihr Fahrzeug abstellen. Bei den Verbrennern war Vorjahressieger Chalmers, TU Graz und TU München sehr stark, mussten aber ebenfalls nach technischen Defekten den Endurance vorzeitig beenden.

Ein Highlight abseits des sportlichen Ehrgeizes war der Besuch von vier Motorsport-Ikonen zur Eröffnungsfeier der Formula Student. Anwesend waren Ross Brawn (Teamchef Mercedes AMG Petronas F1), James Allison (ehemaliger Technischer Direktor Lotus F1 Team), Mike Gascoyne (Technischer Direktor Caterham) und Leena Gade (Führungskraft Auto Sport Le Mans) und zeigen damit welchen Stellenwert die Formula Student mittlerweile im Motorsport einnimmt.

Rennteam Uni Stuttgart - letzter Tag in Silverstone: (07:00 Min.)

Applikationsevent bei Bosch Boxberg

Am vergangenen Samstag fand auf dem 94 Hektar großen Versuchsgelände von Bosch in Boxberg ein Testevent für 26 von Bosch gesponserte Teams statt (jeweils 13 Teams mit Elektro- und Verbrennungsmotor). Nach dem Scrutineering konnte über den ganzen Tag Acceleration, Skidpad, Autocross und Endurance trainiert werden. Besonderheit war, dass die identische Formula Student Strecke von Hockenheim aus dem vergangenen Jahr auf dem Prüfgelände aufgebaut war und somit die Teams schon einen ersten Eindruck gewinnen konnten, was bei der FSG auf sie zukommt.

Das Rennteam ist zu diesem Event gleich mit den drei zuletzt gebauten Fahrzeugen zu diesem Event angereist und Rennteam-Alumni übernahmen komplett die Betreuung sowie Auf- und Abbau der Versuchsstrecke dieses Events.

Nun in den letzten Tagen vor Hockenheim gilt es das Fahrzeug zuverlässig und schnell zu machen. Dazu finden Endurance-Simulationen statt und verschiedene Motormappings werden ausprobiert. Außerdem werden die Endurance-Fahrer gezielt anhand von Logging-Daten verglichen um das Fahrertraining noch effektiver zu gestalten. Auch im Bereich der statischen Disziplinen wie dem Design-Report findet ein letzter Feinschliff statt um den Erfolg aus dem Vorjahr zu wiederholen und dem Spitznamen "Titelverteidiger" des F0711-8 gerecht zu werden.