Nick Heidfeld geht unter die Auto-Entwickler! Der frühere Formel-1-Pilot hilft bald tatkräftig beim Bau eines echten Hyper-Sportwagens mit: dem PF0 aus der Feder des legendären Designers Pininfarina. Die Zusammenarbeit macht Sinn: Heidfelds Formel-E-Team Mahindra gehören große Teile der italienischen Design-Schmiede, die sich mit diversen Ferrari-Umbauten verewigt hat.

Heidfeld stellte dabei allerdings klar, dass der neue Job nicht das Ende seiner aktiven Karriere im Motorsport bedeute. "Ich fahre auch nächstes Jahr Rennen", sagte der Formel-E-Pionier. "Ich freue mich darauf, meine Kenntnisse aus dem Motorsport mit dem neuen Engineering- und Design-Team von Automobili Pininfarina zu teilen."

Der Supersportler soll Ende 2020 in den Handel gehen und rund zwei Millionen Euro kosten. Die Werte des PF0 haben es in sich: von 0 auf 100 in weniger als 2 Sekunden, Topspeed jenseits der 400 km/h und eine Reichweite von etwa 500 Kilometern. Nur 100 Exemplare des Elektro-Monsters sollen gebaut werden.

Heidfelds Erfahrung hilft

Heidfelds Aufgabe besteht vor allem darin, an der Fahrdynamik des PF0 mitzutüfteln. "Nick Heidfeld hat mehr Erfahrung als jeder andere Fahrer in der Formel E", sagt Automobili Pininfarina CEO Michael Perschke, ehemals Audi. "Wir freuen uns darauf, dass er ab dem kommenden Jahr dabei helfen wird, den PF0 mit reinrassiger, elektrifizierender Performance zu unterstützen."

Im Januar 2018 gaben Mahindra und Pininfarina offiziell ihre neue Zusammenarbeit bekannt. Ein Logo des Designers aus Italien ziert seitdem die Rennwagen des indischen Herstellers. "Ich habe schon ein paar Windtunnel gesehen, aber das hier ist definitiv der schönste", sagte Heidfeld zu Motorsport-Magazin.com am Abend der Verkündung im Museum von Pininfarina nahe Turin.

Echte Kunst: Der Windkanal von Pininfarina - Foto: Mahindra/Spacesuit
Echte Kunst: Der Windkanal von PininfarinaFoto: Mahindra/Spacesuit

Legende namens Testarossa

Aus der Feder von Pininfarina stammt unter anderem der legendäre Ferrari Testarossa. 1984 brachte Ferrari den 12-Zylinder-Wagen heraus, das Design der Karosserie stammte aus der Feder von Pininfarina. "Selbst ich hatte ein Poster vom Testarossa bei mir zuhause hängen", sagte Mahindra-Teamchef Dilbagh Gill.

Der Testarossa war nur eines von vielen Traumautos, dass die 1930 durch Battista 'Pinin' Farina gegründete Designschmiede hervorbrachte. Vom Fiat 124 über den Ferrari California bis hin zur Kleinserie namens Pininfarina H2 Speed mit Wasserstoff-Antrieb - immer wieder brachte das italienische Familienunternehmen echte Hingucker heraus. "Und dann auch noch unerschwingliche Autos wie die Ferrari 250er aus den 60ern", fügte Heidfeld hinzu. "So viele Traumautos..."

Video: Facebook-Live-Session mit Heidfeld bei Pininfarina