Sebastien Buemi hat das erste Rennen der neuen Formel-E-Saison gewonnen. In Peking fuhr der e.dams-Pilot vom Start weg ein souveränes Rennen und verwies Lucas di Grassi vom Abt-Schaeffler-Team auf Platz zwei. Den letzten Platz auf dem Podium erklomm Mahindra-Pilot Nick Heidfeld.

Am Start konnte Buemi seine Führung halten, dahinter ging Heidfeld direkt am von Rang zwei gestarteten Nicolas Prost vorbei. Nach wenigen Runden gab es die erste Full-Circuit-Yellow-Phase der Saison, nachdem Simona de Silvestro abgeflogen war. Während Buemi weiter seine Kreise zog und zwischenzeitlich 13 Sekunden Vorsprung hatte, gab es um Platz fünf einen engen Kampf. Lange hielt Bruno Senna diese Position, er musste im Laufe des Rennens jedoch Jean-Eric Vergne und Loic Duval passieren lassen. In Runde 14 kam es zu einer Kollision zwischen Jacques Villeneuve und Antonio Felix da Costa, die eine weitere Gelbphase nach sich zog.

Lucas di Grassi belegte Rang zwei - Foto: Formel E
Lucas di Grassi belegte Rang zweiFoto: Formel E

Nach dem Autowechsel etwa zur Hälfte der Distanz fand sich Lucas di Grassi plötzlich auf Rang zwei wieder, dank seiner Strategie konnte er an Heidfeld und Prost vorbeigehen. Es folgte ein enges Duell, das Erinnerungen an das vergangene Jahr hervorrief, als die beiden kollidierten und Heidfeld schwer verunfallte. Auch diesmal kamen nicht beide ins Ziel, an Prosts Boliden gab es einen Schaden am Heckflügel, der ihn nach Aufforderung der Rennleitung zur Aufgabe zwang. Zuvor konnte sich der Franzose jedoch absetzen und zu Lucas di Grassi aufschließen. Ob es zu einer Kollision kam, konnte durch die TV-Bilder nicht aufgeklärt werden.

Maximalpunktzahl für Buemi

An der Spitze jedoch hatte Sebastien Buemi keine Probleme und fuhr einen ungefährdeten Sieg nach Hause. Dank Pole und schnellster Runde konnte er die Maximalpunktzahl von 30 Zählern mitnehmen, die ihm bereits ein kleines Polster von 12 Punkten auf di Grassi verschaffen. Nick Heidfeld musste am Ende hart um seinen dritten Platz kämpfen, verteidigte ihn aber gegen Loic Duval und Jerome D'Ambrosio. Rang sechs belegte Oliver Turvey vor Sam Bird und Nathanael Berthon. Die letzten Punkte gingen an Daniel Abt auf Rang neun und Stephane Sarrazin als Zehnter. Vorjahres-Champion Nelson Piquet Jr. schied aus.

UPDATE: Daniel Abt erhielt nachträglich eine Strafe für Unsafe Release. Er fiel damit aus den Punkten, Robin Frijns rückte vor.