Alpine kann auf einen gelungenen Samstag zurückblicken. Nach der Qualifying-Enttäuschung in Monaco gelang dem französischen Rennstall in Baku mit Fernando Alonso der Einzug ins Q3. Der Spanier stellte seinen Boliden letztlich auf Position neun, rückt aufgrund einer Grid-Strafe von Norris allerdings auf Positon acht vor.

Für Teamkollege Esteban Ocon lief der Samstag weniger erfreulich. Der Franzose konnte seinen zweiten schnellen Versuch aufgrund einer roten Flagge nicht beenden. Auch Alonso musste einige Runden durch diverse Rotphasen abbrechen. Der Spanier zeigt sich daher kritisch zu den vielen Kollisionen.

Fernando Alonso trotz Q3: Habe gemischte Gefühle

Fernando Alonso lieferte am Samstag in Baku eine saubere Leistung ab. Der Spanier konnte nicht nur seinen A521 in einem ganzen Stück halten, sondern auch zum dritten Mal in der bisherigen Saison ins Q3 vorfahren. In Anbetracht des enttäuschenden Qualifyings in Monaco, bei dem der zweimalige Weltmeister bereits nach der ersten Qualifyingsession aus seinem Boliden aussteigen musste, eine deutliche Steigerung.

Fernando Alonso glaubt dennoch, dass im Qualifying deutlich mehr drinnen gewesen wäre. Ich habe gemischte Gefühle, um ehrlich zu sein. Ich glaube, dass wir mehr Potential im Auto hatten, das wir aber nicht abrufgen konnten, weil jedes Mal, wenn wir auf die Strecke gefahren sind, kam eine rote Flagge. Ich denke also, dass Position sieben oder acht drinnen gewesen wäre", erklärte der Spanier am Samstagnachmittag.

Fernando Alonso: Kollisionen im Qualifying sind 'unfair'

Alonso spricht damit auch die häufigen Unterbrechungen während des heutigen Qualifyings an. Am Samstag wurde die rote Flagge ganze vier Mal geschwenkt. Bereits in Monaco kam es im Qualifying zu einer ähnlichen Situation, als Charles Leclerc seinen Boliden am Ende des Q3 in die Leitplanke setzte, seine Pole Position aber behalten durfte. Eine Tatsache, mit der sich Alonso auch in Baku schwertut. Schließlich litt im Q2 auch Esteban Ocon unter einer Rotphase. Die Folge ist Startplatz 12.

"Ich weiß, dass es nach Monaco die ganzen Diskussionen rund um den Leclerc-Crash gab. Ich glaube, dass es jetzt mehr Diskussionen geben wird, denn es gab vier oder fünf Autos, die gecrasht sind und in Hinblick auf morgen aber keinen Preis bezahlen müssen. Das ist ein bisschen Unfair für all die anderen, die keine Fehler machen. Manchmal landet jemand in der Wand und kann von diesem Fehler profitieren. Es ist aber wie es ist", zeigt sich Alonso kritisch.

Teamkollege Ocon hatte auch aufgrund vieler Rotphase weniger Glück. Nur Position 13 sprang für den Franzosen heraus - Foto: LAT Images
Teamkollege Ocon hatte auch aufgrund vieler Rotphase weniger Glück. Nur Position 13 sprang für den Franzosen herausFoto: LAT Images

Nach Ansicht Alonsos würde nämlich auch die eigentliche Idee des Qualifyings unter solchen Umständen leiden: "Ich denke, dass wir das Qualifying innerhalb und außerhalb der Autos nicht genossen haben. Wir hoffen ja immer, dass wir uns im Q3 mit den letzten frischen Reifensätzen auf der Strecke bekämpfen. Das ist, was du sehen willst."

Im Rennen volle Konzentration gefragt

Hinsichtlich des Rennens am Sonntag nimmt Alonso die Gegebenheiten aber mit Humor. "Wenn es weiterhin so viele Unfälle gibt, dann landen wir auf dem Podium, weil es am Ende des Rennens keinen Autos mehr geben wird." Tatsächlich ist der Stadtkurs in Baku bekannt dafür, ein chaotisches Rennen zu begünstigen.

Auch aufgrund dieser Tatsache stellt sich Alonso auf ein schwieriges Rennen ein. 51 Runden gilt es am Sonntag in Baku zu bestehen. "Wie man sieht, muss man hier sehr fokussiert sein. Ein kleiner Fehler reicht, um in der Wand zu landen. Bis jetzt haben wir uns von der Wand ferngehalten, aber wir müssen die Konzentration auch morgen halten."

Alonso ist dennoch zuversichtlich, am Sonntag einige Punkte holen zu können: "Es wird nicht einfach, die Position zu halten. Wir werden versuchen einige Punkte zu sammeln und dem Team zu helfen. Wir müssen also sicherstellen, eine gute Pace zu haben, weil sonst werden wir unsere Positionen schnell verlieren."