Eigentlich hätte heute in Baku die Stunde von Max Verstappen und Red Bull schlagen sollen: In den Trainings kristallisierten sich die WM-Führenden beider Formel-1-Wertungen als Favoriten heraus, dazu schien Titelkontrahent Mercedes in gravierenden Problemen - vor allem auf eine Runde.

Doch als es zählte, schlug Mercedes Red Bull sogar auf eine Runde. Lewis Hamilton startet beim Aserbaidschan GP 2021 von Position zwei, Max Verstappen 'nur' von Platz drei. "Das war ein dummes Qualifying", ärgerte sich Verstappen. "Das Auto war gut, alles hat gut funktioniert und dann passiert im Q3 immer diese Scheiße."

Schon in Monaco musste das letzte Qualifikationssegment nach einem Unfall abgebrochen werden. Wie vor zwei Wochen wurde Verstappen auch in Baku die Chance genommen, im letzten Versuch einen Pole-Angriff zu starten. Diesmal war es nicht Pole-Setter Charles Leclerc, der abflog, sondern Bullen-Stallgefährte Yuki Tsunoda im AlphaTauri.

"Ich war sehr zuversichtlich, dass wir um Pole kämpfen können", schimpft Verstappen und erklärt, warum seine erste Q3-Runde nur für Platz drei reichte: "Die Runde war ganz okay, aber ich hatte zu wenig Windschatten und war zu langsam auf der Geraden." Leclerc und Hamilton ließen sich auf ihren schnellen Runden von Valtteri Bottas ziehen.

Max Verstappen flog im 3. Freien Training in Kurve 15 ab - Foto: LAT Images
Max Verstappen flog im 3. Freien Training in Kurve 15 abFoto: LAT Images

Aber war es nur der Windschatten, der Verstappen fehlte oder war der Niederländer nach seinem Unfall im 3. Freien Training im Hintertreffen? "Nein, das habe ich nur im Q1 gemerkt. Ich musste die Bremspunkte noch auf den Soft-Reifen finden, weil ich im 3. Training die weichen Reifen nicht gefahren bin. Danach war alles gut."

Auch das Q2 lief aber nicht ganz nach Plan. "Ich war mit meiner ersten Runde nicht ganz zufrieden und habe noch einen zweiten Versuch gestartet. Da hatte ich keinen Windschatten, aber ich war dennoch schneller", so Verstappen. Weil auch Q2 nach einem Unfall abgebrochen werden musste, setzte der Niederländer seine Bestzeit auf etwas älteren Reifen, auf denen er nun das Rennen in Angriff nehmen muss. Möglicherweise ein kleiner Nachteil.

Dennoch ist der WM-Leader zuversichtlich für das Rennen: "Wir haben ein gutes Rennauto. Ich würde gerne weiter vorne starten, aber es ist noch immer Platz drei. Die Chance auf den Sieg ist noch da."