Die Formel-1-Saison 2019 ist vorbei. Es war ein Jahr voller Highlights, spannender Kämpfe und prickelnder Teamduelle. Zum Jahresabschluss nimmt Motorsport-Magazin.com alle Fahrer der abgelaufenen Saison unter die Lupe. Jeden Tag arbeiten wir uns in der WM-Tabelle einen Platz vor. Heute in der Zeugniskonferenz: Alfa-Romeo-Pilot Kimi Räikkönen.

Steckbrief Kimi Räikkönen

Karriere 2019
GP-Starts 312 21
Siege 21 0
Bestes Rennergebnis 1 4
Podien 103 0
Ø Rennplatzierung 7,9 10,89
Ausfälle 69 2
Schnellste Runden 46 0
Poles 18 0
Bestes Quali-Ergebnis 1 5
Ø Position im Qualifiyng 6,8 11,9
Punkte 1859 43

Die Qualifying-Performance 2019: Im Qualifying hatte der Altmeister die gegenüber der Rennen größeren Probleme, seinen jungen Teamkollegen Antonio Giovinazzi abzuschütteln. Insgesamt siegte der Finne im Team-Duell jedoch noch immer mit 12:9. Das ist allerdings vor allem auf die erste Saisonhälfte zurückzuführen. Hinten raus hatte Räikkönen im Zeittraining öfter das Nachsehen.

Insgesamt war Räikkönen über die gesamte Saison dennoch 0,143 Sekunden schneller als Giovinazzi und erreichte dreimal häufiger das Q3. Sein bestes Ergebnis dort war ein fünfter Platz (Giovinazzi P8).

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Die Renn-Performance 2019: In den Rennen ging die Schere teamintern weiter auseinander. Nur zwei Mal beendete Giovinazzi einen Grand Prix vor Räikkönen, wenn beide die Zielflagge sahen, 17 Mal lag der Routinier vorne. Gerundet kam der Iceman somit im Schnitt als Elfter ins Ziel, Giovinazzi als 14.

Der inzwischen 312-malige GP-Starter wusste also seine Erfahrung, insbesondere in Sachen Reifenmanagement auszuspielen. Auf bessere Starts ist Räikkönens Stärke am Sonntag jedenfalls nicht zurückzuführen. Im Schnitt verlor er dort jedes zweite Rennen eine Position während Giovinazzi eine gewann. Dass der Italiener im Schnitt einen Rang weiter hinten losfuhr, verzerrt diese Statistik minimal.

Das sagt Kimi Räikkönen selbst: "In der ersten Saisonhälfte waren wir nicht allzu schlecht und haben öfter Punkte geholt. Ich bin aber nicht sicher, ob es schon da noch besser hätte laufen können. In Monaco oder Barcelona hatten wir schon da echt zu kämpfen. In der zweiten Hälfte war der Speed nach der Sommerpause echt gut, aber wir haben aus verschiedenen Gründen wie Unfällen und Fehlern trotzdem keine Punkte gemacht. Danach hatten wir als Team zu kämpfen und nicht mehr den Speed, sodass wir etwas zurückgefallen sind."

Fazit: Für Kimi Räikkönen lief die Rückkehr zu Sauber aka Alfa durchwachsen. Zu Saisonbeginn schien der Finne sich sogar zur Nummer eins im Mittelfeld zu mausern, ehe Alfa plötzlich einbrach. Dann ein Aufschwung vor dem Sommer. Ohne Nachhaltigkeit. Nach der Sommerpause stimmte die Pace nur noch selten. Räikkönen schien sich davon anstecken zu lassen, sodass der Iceman diesmal nicht, wie so oft, in der zweiten Saisonhälfte stärker war als in der ersten. 2020 geht es daher um mehr Konstanz. Allerdings auch für Alfa. Dass Räikkönens besser liefert, wenn es auch etwas zu holen gibt, hat sich auch jenseits der 40 Lenze nicht verändert.

Bewertung im Motorsport-Magazin.com-Fahrerranking

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