Noch ein Rennen, dann hat McLaren es, genau wie alle anderen Teams auch, bis zur Sommerpause durchgehalten. Doch beim letzten Rennen, bevor es ganze drei Wochen Pause gibt, wird es für McLaren noch einmal schwierig. Nach zwei guten Ergebnissen in Folge ist das Team jedoch hochmotiviert und peilt erneut Punkte an.

Das letzte Rennen: Gemischte Gefühle in Ungarn

Für McLaren sah es nach einem sehr guten Rennwochenende aus. Ferrari, Red Bull und Mercedes waren außer Reichweite, aber McLaren klar das beste Team dahinter. Für Fernando Alonso verlief das Rennen auch normal und er wurde Siebter. Für Jenson Button wurde es aber zu einem Horror-Rennen. Erst verlor er Hydraulikdruck, dann bekam er eine Durchfahrtsstrafe, weil sein Team ihm über Funk half, dann hatte er enormes Untersteuern und in Runde 60 kam noch ein Ölleck hinzu, dass ihn dann zur Aufgabe zwang.

Die Neuerungen: Nichts Neues vor der Sommerpause

Mehr als ein auf Hockenheim abgestimmtes Aerodynamik-Paket gibt es nicht im Vergleich zum Ungarn GP. Stattdessen konzentriert sich McLaren in Deutschland noch darauf, das Maximum aus dem aktuellen Paket zu holen, bevor nach der Sommerpause nochmal ein Schwung Updates kommt. Daher wird es was die Leistung angeht, keine großen Überraschungen mehr geben und eine Position hinter den drei großen Teams angepeilt.

Ein wichtiges Thema ist die Zuverlässigkeit, die Jenson Button in Ungarn im Stich gelassen hat: "Wir müssen uns darauf konzentrieren, dass unser Auto zuverlässiger wird. Denn nur dann können wir auf der Strecke sehen, wo wir sind und um Punkte kämpfen. Hoffentlich gibt es an diesem Wochenende die ein oder andere Überraschung."

Die Erwartungen: Vierte Kraft in Hockenheim

"Ich freue mich wieder nach Hockenheim zu kommen, denn es war für mich in der Vergangenheit ein guter Kurs", sagte Alonso, der beim Deutschland GP schon dreimal gewinnen konnte. "Es ist immer etwas besonderes, da es das letzte Rennen vor der Sommerpause ist und alle noch einmal ein gutes Ergebnis einfahren wollen." Alonso sieht im Wetter eine große Unbekannte für das Rennen: "Normalerweise ist es in dieser Jahreszeit heiß, aber man kann sich nie wirklich sicher sein."

Button schied in Ungarn nach gleich mehreren Problemen aus - Foto: Sutton
Button schied in Ungarn nach gleich mehreren Problemen ausFoto: Sutton

Dem Auto kommt der Kurs allerdings nicht gerade entgegen, denn die vier längeren Geraden bevorteilen eine gute Motorleistung. Doch auch das Chassis ist sehr wichtig, da es im Motodrom sehr eng ist und man dort viel Zeit liegen lassen kann. "Ich hoffe, wir können unsere Form in Deutschland halten und noch ein gutes Ergebnis vor der Sommerpause erzielen."

"Fernando hat gezeigt, dass unsere Pace vielversprechend ist", begann Eric Boullier. "Hockenheim bietet unserem Paket aber wieder eine ganz andere Herausforderung und wir wissen, dass wir nicht die selbe Pace haben werden, die Fernando in Ungarn an den Tag gelegt hat." Dennoch ist das Ziel klar: "Die Stärken nutzen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen."

Die Statistik: McLaren beim Deutschland GP

Siege Poles Schn. Runden Podium Punkte km geführt
Team 8 12 8 27 280 3017
Jenson Button 0 0 0 3 69 87
Fernando Alonso 3 1 2 5 117 561

Team in Hockenheim: McLaren kann in Deutschland auf eine ziemlich gute Statistik blicken. Allerdings lief es in den letzten Jahren nicht so gut. Der letzte Sieg stammt noch aus dem Jahr 2011.

Jenson Button in Hockenheim: Deutschland und damit auch Hockenheim war bisher nicht das beste Pflaster für Jenson Button. Nicht ein Sieg sprang für den Briten bisher dort heraus. Dafür war er 2012 noch auf zweiten Platz auf dem Podium.

Fernando Alonso in Hockenheim: Fernando Alonso ist was die Punkte angeht der erfolgreichste Pilot in Deutschland. Zudem gewann der Spanier bereits insgesamt dreimal auf

Die Prognose: Solider Punktekampf

  • Nachteil durch Honda-Motor
  • Hohe Motivation
  • Zuverlässigkeitsprobleme
  • Gutes Chassis

Motorsport-Magazin.com meint: McLaren hat es auf dem Hockenheimring mit Sicherheit nicht einfach. Der Kurs verlangt von den Motoren besonders viel und dort liegt die größte Schwachstelle des Teams. Dazu kommt die Zuverlässigkeit, die bei Jenson Button in Ungarn für einige Sorgenfalten sorgte. Dennoch kann das Team optimistisch sein, denn mit zwei starken Fahrern und einem guten Chassis ist zumindest wenn es regnet ein starkes Ergebnis möglich (Manuel Schulz)