Mercedes: Neuer Rundenrekord am Red Bull Ring

Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Nico Rosberg P1 1:07.373 37 P1 1:07.967 25
Lewis Hamilton P2 1:07.730 34 P2 1:07.986 19

  • Trainingsprogramm: Abstimmungsarbeit, Neue Teile, Reifenanalyse
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: Dreher von Hamilton
  • Nico Rosberg: "Meiner Meinung nach sind diese Veränderungen ziemlich cool. Es macht immer noch großen Spaß, hier zu fahren"
  • Lewis Hamilton: "Es war heute knifflig, den richtigen Speed zu finden und Runden auf der Strecke zu fahren"

Mercedes dominierte den Freitag. Als einziges Team unterboten die Silbernen die 1:08er-Marke und dabei setzte Nico Rosberg mit 1:07.373 Minuten dank des neuen Asphalts einen neuen Rundenrekord auf dem Red Bull Ring. Die starke Leistung des Teams war eher keine Überraschung. Überraschend war der Abstand zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton im ersten Training von über drei Zehntelsekunden. Im zweiten Training waren die Teamkollegen deutlich näher zusammen, doch die Streckenbedingungen waren wegen des Regens auch nicht optimal.

Force India: Hülkenberg mit Überrunde

Celis durfte in Österreich das erste Training fahren - Foto: Sutton
Celis durfte in Österreich das erste Training fahrenFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Nico Hülkenberg P12 1:09.280 43 P3 1:08.580 28
Sergio Perez - - - P14 1:09.226 32
Alfonso Celis P22 1:10.860 37 - - -

  • Trainingsprogramm: Abstimmungssuche, Reifentests
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: Dreher von Perez im Regen
  • Sergio Perez: "Ich bin am morgen nicht gefahren, daher war der Regen am Nachmittag für mich nicht ideal"
  • Nico Hülkenberg: "Wir müssen die Balance noch verbessern"

Neben Williams und Manor profitiert natürlich auch Force India vom stärksten Motor des Feldes. Das bewies Nico Hülkenberg im zweiten Training mit einer Runde von 1:08.580 Minuten, mit der er sich auf die dritte Position, sogar knapp vor Sebastian Vettel schob. Sergio Perez hatte derweil mehr zu kämpfen, da er im ersten Training das Auto an Alfonso Celis übergeben musste. Im Regen leistete sich der Mexikaner zudem noch einen Dreher.

Ferrari: Vettel und Räikkönen mit Abflügen

Vettel hatte im Ferrari keinen perfekten Freitag - Foto: Ferrari
Vettel hatte im Ferrari keinen perfekten FreitagFoto: Ferrari
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Sebastian Vettel P3 1:08.022 28 P4 1:08.589 25
Kimi Räikkönen P4 1:08.222 31 P8 1:08.820 23

  • Trainingsprogramm: Reifenvergleiche, Setupfindung, Updates
  • Techn. Probleme: Dreher von Vettel im zweiten Training
  • Besonderheiten: 5 Strafplätze für Vettel wegen Getriebewechsel, 200 Euro Strafe für Räikkönen wegen überhöhter Geschwindigkeit in der Box
  • Kimi Räikkönen: "Es war ein schwieriger Tag, aber ich habe ein gutes Gefühl"
  • Sebastian Vettel: "Noch ist nicht klar, wo wir stehen"

Ferrari war im ersten Training gut dabei und klar die zweite Kraft hinter den beiden Mercedes-Piloten. Im zweiten Training lief es für die Scuderia nicht so gut. Während des Regenschauers verabschiedete sich Kimi Räikkönen einmal ins Kies, konnte aber weiterfahren. Später auf abtrocknender Strecke konnte auch Sebastian Vettel nur knapp einen Einschlag in die Streckenbegrenzung verhindern, nachdem die Bremsverteilung Probleme gemacht hatte.

Red Bull: Schwieriger Start beim Heimrennen

Verstappen beschädigte sich eine Aufhängung - Foto: Sutton
Verstappen beschädigte sich eine AufhängungFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Daniel Ricciardo P5 1:08.528 34 P5 1:08.649 30
Max Verstappen P8 1:08.962 21 P7 1:08.761 20

  • Trainingsprogramm: Tests neuer Teile, Abstimmung
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: Aufhängungsbruch bei Verstappen
  • Daniel Ricciardo: "Ich denke wir hatten einen guten Tag"
  • Max Verstappen: "Wir haben im ersten Training etwas Zeit verloren"

Zwar liegt das Werk von Red Bull Racing nicht in Österreich, aber wo sollte das Team eher zuhause sein als auf dem Red Bull Ring. Daher war es umso ärgerlicher, dass sich Max Verstappen im ersten Training auf einem Kerb, der das Verlassen der Strecke verhindern soll, sowohl den Frontflügel als auch ein Aufhängungsteil beschädigte. Für den Niederländer bedeutete das nicht nur das frühe Ende des ersten Trainings, sondern auch einen späten Start in die zweiten 90 Minuten. Daniel Ricciardo zeigte unterdessen, dass Red Bull durchaus die dritte Kraft in Spielberg sein kann, wobei Williams noch eine Unbekannte ist.

Toro Rosso: Unauffällig, aber stark

Sainz war am Freitag in Österreich stark unterwegs - Foto: Sutton
Sainz war am Freitag in Österreich stark unterwegsFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Carlos Sainz Jr. P6 1:08.803 34 P6 1:08.713 32
Daniil Kvyat P9 1:08.990 32 P13 1:09.207 26

  • Trainingsprogramm: Setuparbeit, Reifentests
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: -
  • Carlos Sainz Jr.: "Es ist noch zu früh, um Vorhersagen zu machen, aber wir können zufrieden sein"
  • Daniil Kvyat: "Es war ein interessanter Tag und ich fühle mich gut im Auto"

Trotz des Ferrari-Motors aus dem Vorjahr war die Scuderia Toro Rosso, insbesondere Carlos Sainz Jr., auf dem Red Bull Ring stark unterwegs. Dabei ist auf diesem Kurs der Motor so wichtig wie auf keinem anderen. Obwohl Sainz und sein Teamkollege Daniil Kvyat insgesamt 124 Runden absolvierten, blieben sie dabei relativ unauffällig. Keine Fehler, keine Ausflüge ins Kies mussten am Ende des Trainingstages beklagt werden.

Williams: Vornehme Zurückhaltung

Bottas kam nicht an die Zeit seines Teamkollegen heran - Foto: Sutton
Bottas kam nicht an die Zeit seines Teamkollegen heranFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Felipe Massa P7 1:08.824 39 P12 1:09.184 17
Valtteri Bottas P10 1:08.998 40 P9 1:08.941 24

  • Trainingsprogramm: Reifenvergleiche, Abstimmung, neue Teile
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: -
  • Valtteri Bottas: "Im Regen hatten wir weiterhin Probleme mit der Abstimmung"
  • Felipe Massa: "Wegen des Wetters war es kein perfekter Freitag"

Wie üblich hielten sich die Williams Piloten am Freitag noch zurück und gingen nicht an ihr volles Potenzial. Dennoch belegte Felipe Massa im ersten Training den siebten Platz. Wenn sich das Team genau so steigern kann, wie an den anderen Wochenenden, ist das Podium in greifbarer Nähe. Doch das gilt nur im Trockenen. Im Regen kämpft das Team weiterhin mit dem Grip.

McLaren: Punkte dank neuer Teile?

Button brachte den McLaren im FP2 in die Top-Ten - Foto: Sutton
Button brachte den McLaren im FP2 in die Top-TenFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Jenson Button P13 1:09.365 31 P10 1:08.994 30
Fernando Alonso P14 1:09.567 30 P11 1:09.075 26

  • Trainingsprogramm: Upgrades testen, Reifenverhalten analysieren, Abstimmung suchen
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: -
  • Fernando Alonso: "Ich mag den neuen Streckenbelag"
  • Jenson Button: "Noch ist unklar, welche Reifen für das Rennen am besten sind"

McLaren hat zum Österreich GP noch einmal ordentlich aufgerüstet und hat diese Updates im ersten Training fleißig getestet. Im zweiten Training absolvierten Fernando Alonso und Jenson Button dann erneut viele Runden und landeten trotz des schwachen Honda-Motors überraschend weit vorne. McLaren neigt jedoch dazu, am Freitag meist schon mehr zu zeigen als die Konkurrenz. Ob es am Samstag für die Top-Ten reichen wird, ist also unklar.

Haas F1: Überraschung im FP1

Grosjean fand einen guten Start ins Spielberg-Wochenende - Foto: Sutton
Grosjean fand einen guten Start ins Spielberg-WochenendeFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Romain Grosjean P11 34 1:09.078 P20 1:10.400 31
Esteban Gutierrez P19 1:10.110 20 P18 1:10.138 16

  • Trainingsprogramm: Setup-Suche, Reifentests
  • Techn. Probleme: Elektronikproblem bei Gutierrez
  • Besonderheiten: Dreher von Grosjean nach Ausweichmanöver
  • Romain Grosjean: "Das Auto fühlt sich auch mit mehr Benzin nicht so schlecht an"
  • Esteban Gutierrez: "Es war nicht einfach konstant zu fahren"

Durch den Regen im zweiten Training fielen auch bei Haas F1 die Longrun-Tests sprichwörtlich ins Wasser. Dennoch absolvierte Romain Grosjean fast doppelt so viele Runden wie sein Teamkollegen Esteban Gutierrez. Eine große Überraschung im ersten Training war Romain Grosjean, der mit einer Zweit von 1:09.078 Minuten den elften Rang belegte. Im zweiten Training schienen seine Ingenieure dann jedoch eher einen Rückschritt gemacht zu haben. Dennoch könnte Haas in der Qualifikation eine große Überraschung gelingen.

Renault: Unauffällige Arbeit

Renault blieb in Spielberg ohne große Fehler - Foto: Sutton
Renault blieb in Spielberg ohne große FehlerFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Kevin Magnussen P15 1:09.707 24 P15 1:09.525 19
Jolyon Palmer P17 1:09.851 28 P16 1:10.020 23

  • Trainingsprogramm: Reifenvergleiche, Abstimmungssarbeit
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: -
  • Kevin Magnussen: "Wir haben heute erneut einige Verbesserungen am Auto vornehmen können"
  • Jolyon Palmer: "Das Auto scheint hier relativ gut zu liegen"

Renault war während der beiden Trainingssitzungen am Freitag auf dem Red Bull Ring in Spielberg auch relativ unauffällig. Das Team fuhr dabei allerdings auch nicht allzu viele Runden und sortierte sich im hinteren Mittelfeld ein. Ohne die Longruns, die wegen des Regens im zweiten Training ausfielen, wird es für das französische Werksteam zwar schwierig, doch Kevin Magnussen und Jolyon Palmer hoffen auch unter den schwierigen Bedingungen auf Punkte.

Manor: Starke Leistung in Spielberg

Wehrlein ließ gleich mehrere Konkurrenten hinter sich - Foto: Sutton
Wehrlein ließ gleich mehrere Konkurrenten hinter sichFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Pascal Wehrlein P16 1:09.775 34 P17 1:10.034 23
Rio Haryanto P21 1:10.493 21 P22 1:11.328 25

  • Trainingsprogramm: Reifentests, Setup-Arbeit
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: Verwarnungen für Wehrlein und Haryanto
  • Rio Haryanto: "Unglücklicherweise habe ich einen Fehler gemacht und mir die Reifen zerstört"
  • Pascal Wehrlein: "Ich wäre gerne noch mehr gefahren, aber am Ende war es für alle das gleiche"

Manor sorgte am Freitag in Spielberg gleich doppelt für Überraschungen. Zum einen fingen sich gleich beide Piloten im Training eine Verwarnung ein. Pascal Wehrlein unterschritt die vorgeschriebene Mindestzeit während des virtuellen Safety-Cars und sein Teamkollege Rio Haryanto kehrte nach einem Ausrutscher nach Ansicht der Stewarts unter zu hohem Risiko auf die Strecke zurück. Sportlich betrachtet lief das Training jedoch deutlich besser. Insbesondere Pascal Wehrlein wusste zu überzeugen und belegte im ersten Training sogar Position 16.

Sauber: Ein weiterer Rückschritt

Sauber hatte am Österreich-Freitag die rote Laterne inne - Foto: Sutton
Sauber hatte am Österreich-Freitag die rote Laterne inneFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Marcus Ericsson P18 1:09.929 35 P19 1:10.140 19
Felipe Nasr P20 1:10.314 26 P21 1:10.444 22

  • Trainingsprogramm: Setupfindung, Reifenanalyse
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: -
  • Marcus Ericsson: "Das Fahren hat sich auf dieser Strecke gegenüber dem vergangenen Jahr verändert – nicht nur wegen des neuen Asphaltbelags, sondern auch wegen der neuen Randsteine"
  • Felipe Nasr: "Was die Fahrzeugeinstellung betrifft, bin ich mit der Balance bisher zufrieden"

Bei Sauber scheint es finanziell bergauf zu gehen, doch sportlich fehlt es nach wie vor an Erfolgen. 2016 hat Sauber noch keinen Punkt geholt und auch am Freitag in Spielberg fielen die Ergebnisse eher ernüchternd aus. Nicht einmal beide Manor konnten von Marcus Ericsson und Felipe Nasr geschlagen werden. Nasr fehlten mit seiner besten Zeit knapp sechs Zehntelsekunden auf Wehrlein.

Rundenprotokolle der Fahrer, Teams & Motorenhersteller

Nico Hülkenberg war mit satten 71 Umläufen am Freitag der fleißigste F1-Pilot auf dem Red Bull Ring. Damit absolvierte der Deutsche bereits mehr als eine Renndistanz. Zusammen mit seinen beiden Teamkollegen Alfonso Celis und Sergio Perez sorgte er auch bei den Teams dafür, dass Force India die Führung übernahm. Mit 140 Umläufen war fuhr das Team satte 86 Kilometer mehr als Williams, die die zweitmeisten Runden hinter sich brachten.