Von 2015 nach 2016 hat sich im Regelwerk der Formel 1 kaum etwas verändert. 2017 soll es einen großen Umbruch geben, doch je näher die Revolution rückt, desto mehr Vorschläge werden eingereicht. Dabei reicht die Palette von Verschiebung der Änderungsflut bis zu komplett neuem Regelgerüst. Bis zum 29. Februar will die FIA eine Entscheidung in der Konzeptfrage getroffen haben, doch auf Einigkeit bei den Teams braucht sie dabei nicht hoffen.

Christian Horner fordert die Königsklasse auf, die Pläne für die deutliche Erhöhung der Geschwindigkeit beizubehalten. "Wir haben eine Chance für 2017 und es ist wichtig, dass wir sie nutzen", sagte Horner. Wir dürfen die Möglichkeit jetzt nicht verstreichen lassen. Andernfalls drohe der Formel 1, dass sie sich in der Kontroverse über die Power-Units verliere.

Horner gibt Vettel recht: Die Fahrer müssen im Mittelpunkt stehen - Foto: Sutton
Horner gibt Vettel recht: Die Fahrer müssen im Mittelpunkt stehenFoto: Sutton

Die Autos müssen laut dem Red-Bull-Teamchef 2017 zwei Kriterien im besonderen Maß erfüllen: "Sie müssen schwierig zu fahren sein und viel Leistung haben." Dies soll dazu dienen, die Unterschiede zwischen den Fahrern herauszustellen. Horner gibt zudem seinem ehemaligen Schützling Sebastian Vettel recht, der zuletzt seine Kritik am komplexen Regelwerk erneuerte: "Wie Sebastian schon sagt, die Fahrer müssen die Stars sein."

Ende letzten Jahres wurde sogar vorgeschlagen, den Regelumbruch auf 2018 zu verschieben. "Nichts zu ändern wäre ein Desaster", betont Horner. Es sei auch unmöglich, alle zufrieden zu stellen. "Kompromisse für alle vorgeschlagenen Ansätze zu finden verzögert die Entscheidung nur." Daher fordert Horner Jean Todt und Bernie Ecclestone auf von ihrem neuen Recht gebrauch zu machen und die Entscheidung einfach selbst zu treffen.

Reifen ein großes Problem

Die Pirelli-Reifen haben schon für einige Diskussionen gesorgt - Foto: Sutton
Die Pirelli-Reifen haben schon für einige Diskussionen gesorgtFoto: Sutton

Ein Knackpunkt für den Regelumbruch sind jedoch die Reifen. Pirelli hat zwar Verträge mit Bernie Ecclestone und der FOM, doch die FIA hält sich die Möglichkeit offen, Michelin zurück an den Verhandlungstisch zu holen. Grund dafür ist die Forderung Pirellis nach weiteren Testfahrten zur Reifenentwicklung, da sonst die Zeitverbesserungen ohne Risiko nicht möglich seien.

Michelin selbst hat weiterhin ein Interesse, wieder offizieller Ausrüster der Formel 1 zu werden und ist zuversichtlich, für jede Belastung den passenden Reifen zur Verfügung stellen zu können. Allerdings fordert Michelin weiter den Wechsel auf 18-Zoll-Reifen wie sie zum Beispiel in der Formel E genutzt werden. Dabei müsste sich aber der Abrieb und der Gripverlust verringern, was einigen Teams und vor allem Bernie Ecclestone nicht gefällt.