Sergio Perez hält nach seinem dritten Platz beim Großen Preis von Russland mittlerweile bei fünf Podiumsplatzierungen in der Formel 1. Drei davon fuhr der Mexikaner 2012 in Diensten von Sauber ein, und zwei für seinen aktuellen Arbeitgeber Force India. Nur 2013, als Perez für McLaren startete, wo er den zu Mercedes abgewanderten Lewis Hamilton ersetzen sollte, blieb der Mexikaner ohne Erfolgserlebnis, was es Force India nicht zuletzt ermöglichte, sich seine Dienste zu sichern.

"Für Checo war seine Zeit bei McLaren einfach eine unglückliche Erfahrung. Dieser Wechsel kam vermutlich ein bisschen zu früh", sagte Robert Fernley, Force Indias stellvertretender Teamchef, gegenüber Autosport. "Man darf McLaren niemals unterschätzen, sie sind ein großartiges Team, aber wir wussten immer, dass wir ein gutes Talent hatten. Es war einfach nur die Frage, es aufzuziehen."

Abgesehen von seinem Debütjahr holte Perez während seines McLaren-Intermezzos die wenigsten Punkte seiner Formel-1-Laufbahn und fühlte sich im Team nie richtig wohl, wie der eine oder andere Konflikt mit seinem damaligen Teamkollegen Jenson Button deutlich machte. "Seine Stärke ist seine Renn-Pace, aber er wird auch im Qualifying stärker und stärker", ist Fernley indessen voll des Lobes für seinen Schützling, der auch 2016 für Force India an den Start gehen wird.

Perez war bei McLaren nicht vom Glück verfolgt - Foto: Sutton
Perez war bei McLaren nicht vom Glück verfolgtFoto: Sutton

Perez und Hülkenberg ergänzen sich perfekt

Perez' Teamkollege Nico Hülkenberg verlängerte sogar um zwei Jahre bei den Indern, die somit langfristige Planungssicherheit haben. "Die unterschiedlichen Fähigkeiten der beiden Fahrer geben uns die Möglichkeit, ein ziemlich starkes Auto zu bauen", ist Fernley mit seiner Fahrerpaarung hochzufrieden. "Es sind ihre unterschiedlichen Talente, die sie gut für das Team machen und es uns erlauben, uns am einen oder dem anderen zu orientieren, abhängig davon, auf welcher Strecke wir sind, was perfekt für uns ist."

Angesichts des aktuellen Zustands von McLaren hat Perez mit seinem Wechsel zu Force India ziemlich viel richtig gemacht, wenngleich damals noch nicht absehbar war, dass Honda als Motorenpartner einsteigen und der Konkurrenz dermaßen unterlegen sein würde. Da Force India auch in Zukunft auf den starken Motor aus dem Hause Mercedes bauen kann, besteht durchaus die Wahrscheinlichkeit, dass Inder dem britischen Traditionsteam noch einige Zeit gegenüber die Nase vorne haben werden.