Kevin Magnussen ist nicht zu beneiden. Der Däne erlebte sein Saisonhighlight bereits im März, als er beim Australien GP den verletzten Fernando Alonso ersetzte. Seither darf der 22-Jährige nur im McLaren-Simulator Platz nehmen und kennt die Rennstrecke lediglich vom Hörensagen. Doch damit soll ab 2016 wieder Schluss sein, denn Magnussen, der im Vorjahr noch die komplette Saison für McLaren bestritt, nach der Verpflichtung von Alonso und der Vertragsverlängerung von Jenson Button jedoch ins zweite Glied zurücktreten musste, will wieder Rennen fahren.

"Es ist wird kein Jahr mehr ohne Racing geben - auf keinen Fall, im Leben nicht", stellte Magnussen gegenüber Autosport unmissverständlich klar. Zwar will der Däne nicht ausschließen, auch 2016 als Reservefahrer tätig zu sein, allerdings nicht mehr ausschließlich, so wie es aktuell der Fall ist. "Wenn ich keinen [F1-]Drive bekomme, werde ich etwas anderes machen, und wenn ich dann auch noch Reservefahrer sein kann, dann wäre das gut", so Magnussen. "Aber ich hoffe, es wird nicht so sein - ich hoffe, nächstes Jahr zurück in der Formel 1 zu sein."

Allerdings halten sich die Möglichkeiten für Magnussen in überschaubaren Grenzen. Zwar steht Buttons Formel-1-Zukunft in Zweifel, doch den letzten Gerüchten zufolge scheint nicht Magnussen, sondern GP2-Überflieger Stoffel Vandoorne die besten Karten zu haben, den Briten im Falle eines Abschieds zu beerben. Bei den anderen Teams mit vakanten Cockpits steht Magnussen derweil nicht sonderlich hoch im Kurs und einen zweiten Rennstall mit Honda-Motoren, wo McLaren ihn parken könnte, gibt es nicht.

Magnussen will zurück ins Renncockpit - Foto: Sutton
Magnussen will zurück ins RenncockpitFoto: Sutton

Zukunft in den USA?

Der Däne wirft daher bereits ein Auge auf die IndyCar Series, in der er auch schon beinahe in diesem Jahr gelandet wäre, hätte er nicht für Alonso in Melbourne einspringen müssen, weshalb es ihm nicht gelang, in der Kürze der Zeit ein entsprechendes Budget aufzustellen. "Ich habe die IndyCars immer geliebt und finde, es gibt etwas daran, das richtig cool ist. Es ist wie Old-School-Racing", kann Magnussen der amerikanischen Rennserie einiges abgewinnen.