Nachdem in diesem Jahr bereits der Deutschland Grand Prix abgesagt wurde, zitterte die letzten Monate auch der Traditionskurs in Monza um den Verbleib im Formel-1-Rennkalender. Schwierigkeiten mit der Finanzierung veranlassten Bernie Ecclestone dazu, die Organisatoren des Italien GP mehrfach zu warnen.

Nach einer Unterschriftenaktion hatte Italiens Haushaltsausschuss den nächsten Schritt zum Erhalt des Italien GP in Monza getan. Sie erlauben der Region Lombardei, in welcher Monza liegt, in das Rennen steuerfrei zu investieren.

Verhandlungen Ende September abschließen

Roberto Maroni, Präsident der Region Lombardei, zeigte sich erfreut über diesen Beschluss. Bis zum Heim-Grand-Prix Anfang September in Monza ist der Italiener zuversichtlich einen Investor gefunden haben. "Mit einem steuerfreien Investment können wir die Verhandlungen mit Ecclestone hoffentlich Anfang September abschließen", so Maroni kürzlich gegenüber der Gazzetta dello Sport.

"Ich treffe mich bald mit Andrea Dall'Orto, Präsident der S.I.A.S. [Zuständig für das Management vom Autodromo Nazionale] um den Deal mit dem Bürgermeister von Mailand und dem von Monza bis Ende August hoffentlich abzuschließen. Der Grand Prix muss in Monza bleiben", so Maroni.

In diesem Jahr geht der Monza GP am 6. September über die Bühne - Foto: Sutton
In diesem Jahr geht der Monza GP am 6. September über die BühneFoto: Sutton

Ecclestone: Gute Nachrichten

Auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone zeigt sich glücklich über diese Lösung. "Das sind offensichtlich gute Nachrichten", erklärt der F1-Zampano gegenüber Autosport. "Ich hoffe sie können das, was sie sagen, auch umsetzen", so Ecclestone.

Denn das Autodromo Nazionale in Monza gehört zu den Kursen, die sich am längsten im F1-Kalender befinden. Seit 1950 wird der Grand Prix nahezu ohne Unterbrechung dort ausgetragen. Lediglich 1980 gastierte die Formel 1 wegen Umbauarbeiten nicht in Monza.

Diesen Traditionskurs aufzugeben war auch nicht in Ecclestones Sinn, wie er erzählt. "Wir wollen Monza sehr gerne im Kalender beibehalten", so der 84-Jährige. "Aber eben nur zu denselben Konditionen, die auch von den restlichen Verantwortlichen in Europa gezahlt werden, da gibt es kein Entgegenkommen."