Lewis Hamilton hätte mit einem Sieg in Barcelona bereits eine Vorentscheidung in der Weltmeisterschaft herbeiführen können. Doch nicht der Brite triumphierte auf dem Circuit de Catalunya, sondern sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg, der somit wieder Morgenluft wittert und seinen Rückstand auf 20 Punkte reduzieren konnte.

Damon Hill glaubt zu wissen, warum es für Hamilton in Barcelona nicht wie am Schnürchen lief und er teamintern zum ersten Mal in diesem Jahr das Nachsehen hatte. "Nico ist nach Bahrain nach Hause gefahren und hat sich gesagt 'Ich will nichts mehr von dieser Sorte' und hat sich auf den nächsten Job konzentriert", erklärte der Weltmeister von 1996 gegenüber der britischen Zeitung Express.

Hamilton und Moss im klassischen Silberpfeil: (01:15 Min.)

Hamilton habe sich in der dreiwöchigen Rennpause zwischen Bahrain und Barcelona hingegen zu sehr gehen lassen, ist Hill überzeugt. Der 30-Jährige absolvierte eine kleine Weltreise, besuchte New York, Los Angeles, Mallorca und Monza, wo er für Mercedes Werbeaufnahmen drehte, und habe dadurch den Fokus auf das Wesentliche verloren.

"Selbst jemand mit einer solchen Fülle an Talent wie Lewis, kann es sich nicht leisten, jemand wie Nico etwas zu schenken. Man sollte seine Konkurrenten nie unterschätzen", warnte Hill seinen Landsmann. "Er ist auf dem Weg, einer der erfolgreichsten Rennfahrer zu werden. Es hängt davon ab, ob du dich dieser Aufgabe hingegeben willst und erst danach spielst."