Update: Nach der Anhörung haben die Stewards entschieden, Red Bull mit einer Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro zu belegen. Sebastian Vettel kassiert für seine Burnouts eine Verwarnung.

Die FIA gratulierte Vettel mit diesem Strafzettel - Foto: FIA
Die FIA gratulierte Vettel mit diesem StrafzettelFoto: FIA

Sebastian Vettel kommt nach seiner Donut-Einlage infolge des Indien-Sieges nicht ganz ungeschoren davon. Der alte und neue Weltmeister musste nach Rennende bei den Stewards vorstellig werden und seine Aktion erklären. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Red-Bull-Pilot eine nachträgliche Bestrafung kassiert, ist jedoch relativ unwahrscheinlich. Allerdings widersetzte sich Vettel dem Reglement, als er auf der Start/Ziel-Geraden des Buddh International Circuit Burnouts zelebrierte statt sein Auto umgehend in die Boxengasse zu befördern.

"Es ist nicht erlaubt, aber heute sei es mir einmal verziehen", verteidigte Vettel seine Vollgas-Feier. "Die Streckenposten waren sehr euphorisch und ich habe gesehen, dass ausreichend Platz war - da habe ich dann meinen Spaß gehabt." Auch von Teamchef Christian Horner gab es keinen Ärger, sondern vollstes Verständnis. "Das wollen die Leute doch sehen und die FIA sollte keine Probleme machen", war der Brite im Siegestaumel sicher.

Horner wäre enttäuscht, sollte die FIA sich als Partybremse herausstellen und Vettel eine Strafe aufbrummen. "Das ist doch großartig für die Show", fand er. "Und es wäre wirklich schade, wenn so etwas hier geahndet werden würde. Aber hoffentlich wird das nicht passieren."

Redaktionskommentar

Motorsport-Magazin.com meint: Wenn ein Fahrer nach Rennende zu den Stewards muss, bedeutet das im Normalfall nichts Gutes. In Indien sollte es allerdings nicht so dramatisch werden. Vettel wird sicherlich mit einem kleinen Rüffel wegkommen und die Anweisung erhalten, eine ähnliche Aktion erst wieder nächstes Jahr zu bringen... Bei den Stewards sitzt diesmal auch Tom Kristensen und Mr. Le Mans weiß selbst, wie man richtig feiert. Also diesmal keine Panik, der Vettel-Sieg ist sicher. Sollte es eine Geldstrafe für den Burnout geben, wird Red Bull das sicherlich verschmerzen können. (Robert Seiwert)