Alonso zu Red Bull? Räikkönen nicht zu Red Bull. Button zu Ferrari? Ricciardo zu Red Bull! Räikkönen zurück zu Ferrari? Oder doch lieber zu McLaren? Und was ist mit Michael Schumacher? Das Transferkarussell drohte in den vergangenen Tagen sekündlich aus der Verankerung zu springen.

Kaum blieb die erwartete, aber nie angekündigte, Bestätigung von Mark Webbers Nachfolger bei Red Bull in Spa aus, machten die wildesten Gerüchte die Runde im Fahrerlager - selbst ein neuerliches Comeback von Michael Schumacher, diesmal an der Seite seines Race-of-Champions-Kollegen Sebastian Vettel. Motorsport-Magazin.com macht aber bei Schumi noch lange nicht Halt. Wer bietet sich denn noch als Chauffeur für den RB10 an?

Spin-Doctor Valentino Rossi dachte ernsthaft über einen Wechsel nach - Foto: Ferrari Press Office
Spin-Doctor Valentino Rossi dachte ernsthaft über einen Wechsel nachFoto: Ferrari Press Office

Nigel Mansell hat im Gegensatz zum Rekordchampion nie offiziell seinen Rücktritt erklärt. Okay, ein F1-Cockpit war dem Löwen schon vor 18 Jahren zu eng und Adrian Neweys Kreationen sind nicht unbedingt für ihren Fahrerkomfort bekannt, aber hey: Sag niemals nie!

Aber wir haben ja noch mehr verheißungsvolle Kandidaten. Damon Hill, David Coulthard, Martin Brundle und Johnny Herbert unterhalten als TV-Experten ohnehin beste Kontakte in den F1-Paddock. Gut, sie sind alle nicht mehr die allerjüngsten, haben kaputte Beine oder selbst in der DTM nichts mehr reißen können - aber die Aussicht auf ein Newey-Auto würde sie sicher beflügeln.

Erstes Seat-Fitting bestanden: Roscoe - Foto: Lewis Hamilton via instagramm
Erstes Seat-Fitting bestanden: RoscoeFoto: Lewis Hamilton via instagramm

Aber warum nur in der Formel 1 suchen? Sebastien Loeb hat schon mal einen Red Bull getestet und sein geplanter Einstieg in die WTCC kann eh nicht mehr als ein schlechter Scherz sein. Aber Vorsicht: Der Doktor Valentino Rossi liebäugelt schon seit einer gefühlten Ewigkeit mit einem Ausklang seiner Karriere auf vier Rädern. Einige Ausfahrten in F1-Ferraris und einen öffentlichen Dreher hat er auch schon hinter sich. Aber seine Absichten liegen wohl vorerst weiter auf zwei Rädern, sonst würde er wohl kaum MotoGP-Überflieger Marc Marquez in die F1 abschieben wollen, um selbst wieder mal die Chance auf eine bessere Platzierung zu erhalten.

Wer bleibt dann? Na klar: Niki Lauda. Warum hat daran noch niemand gedacht? Ja, seine letzte F1-Ausfahrt in einem Jaguar war nicht gerade rühmlich, aber damit fügte er sich perfekt ins gesamte Auftreten der Raubkatzen in der Formel 1 ein, inklusive mehr Drehern als Rossi. Aber Halt: Lauda könnte dann doch der Schlüssel zum künftigen Red-Bull-Piloten sein. Im letzten Jahr transferierte er Lewis Hamilton von McLaren zu Mercedes, nun könnte er mit dessen fahrerlagererfahrener Bulldogge Roscoe den nächsten Transfercoup einleiten. Newey wäre begeistert! Endlich ein Fahrer, dessen Körpergröße mal kein Problem im kompakten Cockpit machen würde. Wobei: Ein bisschen abnehmen müsste Roscoe dann wohl doch...