Es hätte die Sensation der "4 Hours of Red Bull Ring" werden können: Vom letzten LMP2-Startplatz aus arbeitete sich die #30 von Team DUQUEINE mit dem zweifachen Daytona-Sieger, Memo Rojas, im Cockpit auf Platz 7 vor, ehe sich Rene Binder bis zum Fahrerwechsel sogar auf Podiumskurs bewegen konnte.

Für Renningenieur Greg Wheeler eine enorm starke Leistung des amtierenden ALMS-Champions: "Rene ist in zwei Stunden 98 Runden gefahren, also mehr als eine Grand-Prix-Distanz und das ohne Reifenwechsel. Der Junge macht wirklich einen sehr guten Job. Er hat seine Reifen am Leben gehalten und ist trotzdem auf Podiumskurs geblieben. Das war schon sehr beeindruckend."

Kurz nach dem Fahrerwechsel wurden die Karten auf dem Red Bull Ring durch einen heftigen Regenschauer allerdings neu gemischt. Schlussfahrer Tristan Gommendy, der seinen ersten Stint auf Intermediates-Reifen begonnen hatte, konnte aufgrund starken Aquaplanings nicht einmal mehr dem Safetycar folgen und musste für einen Wechsel auf Regenreifen gleich wieder zurück an die Box. Durch diesen Extrastopp fiel der Platinum-Pilot eine Runde zurück um am Ende, trotz starker Rundenzeiten, auf Platz 9 abgewunken zu werden.

"Ich hätte in dieser Situation auch voll auf Intermediates gesetzt", verteidigte Rene anschließend die Strategie seiner Teamführung. "Es war insgesamt ein sehr schwieriges Wochenende für uns, weil auf eine Runde nach wie vor der Speed gefehlt hat. Nach dem enttäuschenden Qualifying haben wir dann aber etwas Grundlegendes am Set-up gerändert, mit dem uns jetzt wirklich ein großer Schritt nach vorne gelungen ist. Wir konnten auf einmal Autos überholen, gegen die wir am Vortag noch chancenlos waren. Das ist das Positive, das wir vom Red Bull Ring mit nach Hause nehmen. Abgesehen davon, war es ein sehr schönes Gefühl, endlich wieder einmal ein Heimrennen zu bestreiten und sowohl die tolle Kulisse, als auch die Gastfreundschaft am Red Bull Ring genießen zu können."

Die European Le Mans Series, mit der aktuell stärksten LMP2-Klasse der Welt, schlägt von 4.-6. Juni wieder im Südfranzösischen Le Castellet ihre Zelte auf.