Die DTM begrüßt für 2022 einen weiteren hochkarätigen Neuzugang. Lamborghini geht mit Top-Team GRT in die Offensive und setzt kommende Saison gleich vier Lamborghini Huracán GT3 EVO ein. Das Grasser Racing Team geht mit seinem Engagement in der DTM in die Vollen und wird sich nach Erfolgen im ADAC GT Masters, der GT World Challenge und der IMSA SportsCar Championship ausschließlich auf den Einsatz in der Top-GT3-Serie fokussieren.

"Ich freue mich sehr, unser bevorstehendes Engagement in der DTM bekanntgeben zu dürfen. Ich möchte mich bei der Lamborghini Squadra Corse für die unglaubliche Unterstützung bei diesem Projekt bedanken", erklärt Teamchef Gottfried Grasser. GRT wurde 2015 offizieller Partner von Lamborghini und feierte für den italienischen Sportwagenhersteller seitdem große internationale Erfolge.

Neben dem Gesamtsieg in der Blancpain GT Series im Jahr 2017 feierte die Truppe aus der Steiermark unter anderem zwei Siege bei den legendären 24 Stunden von Daytona sowie einen Triumph bei den ebenso prestigeträchtigen 12 Stunden von Sebring. Für den DTM-Einsatz von GRT wird Lamborghini einen Werksfahrer abstellen, der den Boliden mit der Startnummer 63 pilotieren wird. Das Line-up von GRT wurde bei der Bekanntgabe des Projekts allerdings noch nicht verraten.

Lamborghini geht mit GRT in die Offensive

"Wir von Lamborghini Squadra Corse sind höchst erfreut darüber, unser Engagement in der DTM zusammen mit Grasser Racing auszuweiten", so Giorgio Sanna, seines Zeichens Leiter der Motorsportabteilung von Lamborghini. "Die DTM bietet eine wertvolle Marketingplattform und eine große sportliche Herausforderung auf unserem Weg in die Zukunft."

Im Vorjahr wurden bereits zwei Lamborghini Huracán GT3 EVO permanent durch T3 Motorsport eingesetzt. In Assen absolvierte Werksfahrer Mirko Bortolotti einen Gaststart, bei dem auf Anhieb ein Podium eroberte und die schnellste Runde fuhr. GRT hatte bereits im Vorjahr mit dem Gedanken gespielt, in die DTM einzusteigen, entschied sich aus strategischen Gründen jedoch dagegen.

Teamchef Gottfried Grasser wird sich mit seinem Team voll auf die DTM fokussieren - Foto: Jamey Price
Teamchef Gottfried Grasser wird sich mit seinem Team voll auf die DTM fokussierenFoto: Jamey Price

GRT legt vollen Fokus auf die DTM

"Von dem Moment an, als klar wurde, dass die DTM mit GT3-Autos fahren wird, hatten wir Interesse - aber für die Saison 2021 waren wir einfach zu spät dran", so Grasser, dessen Team zum Zeitpunkt des Wechsels der DTM auf das GT3-Reglement bereits Engagements in drei Rennserien fest geplant hatte.

"Bei uns gilt die alte steirische Devise: entweder ich mache es gescheit, oder ich mache es nicht! Die DTM ist eine Serie, die so professionell ist, dass sie höchste Konzentration und vollen Fokus erfordert. Deshalb haben wir uns zu einer exklusiven Zusammenarbeit mit der DTM entschieden. Wir beenden alle anderen Engagements", stellt Grasser klar.

Das erste Jahr der DTM mit dem neuen Format aus der Distanz zu beobachten, überzeugte den 42-jährigen Ex-Rennfahrer nur noch mehr. "Das erste Jahr der DTM mit GT3-Autos hatte viel zu bieten, es ist alles sehr professionell. Wenn man etwa sieht wie innovativ man beim Thema BoP/Balance of Performance eine eigene und gute Lösung gefunden hat, dann ist man beeindruckt. Die DTM nimmt eine super Entwicklung", sagt er.

DTM begrüßt Engagement von GRT

Für die DTM ist der Gewinn eines Top-Teams wie GRT ein wichtiges Zeichen für den Erfolg des neuen Konzepts. "Für die DTM ist es eine große Bereicherung und unterstreicht die Wertschätzung der Rennserie, dass Grasser Racing vier Lamborghini mit offizieller Unterstützung der Lamborghini Squadra Corse für die DTM 2022 eingeschrieben hat", so Frederic Elsner, der Direktor für Events und Operations der DTM.

Mit GRT sind für die kommende Saison bereits acht Teams eingeschrieben. Auch für Serienorganisator ITR ist das Engagement der Österreicher ein richtungsweisendes Zeichen für die Zukunft. "Das Grasser Racing Team ist ein absolutes Top-Team, das seine Qualität bereits hinlänglich nachgewiesen hat und damit sehr gut zum Anspruch unserer Serie passt. Dass GRT und Lamborghini mit gleich vier Autos am Start sein werden, unterstreicht die ungebrochene Strahlkraft und Attraktivität der DTM", sagt Geschäftsführer Benedikt Böhme.